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Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
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  • Geschichte

    Tschernobyl 1986: Rückkehr ins Katastrophengebiet

    2026/04/06 | 25 mins.
    40 Jahre nach der Atomkatastrophe kehrt Maryna Peter zum ersten Mal nach Prypjat, an den Ort ihrer Kindheit zurück. Als vierjähriges Mädchen musste sie 1986 überstürzt fliehen. Mit bloss einer kleinen Tasche, darin ein Apfel, ein Schokoriegel, Ersatzunterwäsche und einem Zettel mit ihrem Namen.

    Die sozialistische Musterstadt Prypjat, drei Kilometer vom einstigen Atomkraftwerk Tschernobyl entfernt, liegt in einer Sperrzone, und seit dem russischen Angriff 2022 ist auch der Katastrophentourismus eingestellt worden. Für einen Besuch benötigt man heute eine spezielle Bewilligung. Eine Drohne des Wachtpersonals verfolgt uns. Maryna Peter findet die alte Wohnung.

    Auf den Spuren der Familiengeschichte besucht sie das stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl, den Kontrollraum von Reaktor 4, wo die Crew ahnungslos auf den verhängnisvollen Knopf drückte und den sogenannten Sarkophag, unter dem die verstrahlten Trümmer der Explosion liegen. Ihr Vater Anatolii Varbanets arbeitete 1986 als Strahlenschutzingenieur im Atomkraftwerk und schildert seine Erlebnisse und Gedanken im Moment der Katastrophe.
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    In Episode 2/3 zu hören:
    · Maryna Peter musste als vierjähriges Mädchen von einem Moment auf den anderen fliehen und kehrt 40 Jahre nach der Atomkatastrophe erstmals in die Stadt Prypjat zurück, in der die Angestellten des Atomkraftwerks und ihre Familie wohnten.
    · Anatolii Varbanets ist der Vater von Maryna Peter und arbeitete von 1974-1988 als Strahlenschutzingenieur im Atomkraftwerk Tschernobyl.
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    Autor: Peter Voegeli, Technik: Lukas Süess
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    Literatur:
    Yunha, Mariia: Soziale Aspekte der Tschernobyl-Katastrophe. Maturitätsarbeit, MNG Rämibühl 2024 (unveröffentlicht).
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  • Geschichte

    Tschernobyl 1986: Wie es zur Katastrophe kam

    2026/03/24 | 27 mins.
    In den frühen Morgenstunden des 26. April 1986 explodiert im Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine Reaktor Nummer vier. Eine grosse Menge Radioaktivität wird freigesetzt; es ist der bis dahin grösste und schwerste Unfall in der Geschichte der zivilen Atomindustrie. Wie konnte es so weit kommen?

    In den 1970er und 1980er Jahren gehört die Atomindustrie zu den Prestigeindustrien in der Sowjetunion. Die zivile Kernenergie gilt als sauber und als fortschrittlicher als andere Energieformen, etwa die Kohle. Der Glaube an die Technik ist in jener Zeit gross, der Hunger nach Energie ebenfalls.

    Der Stolz der sowjetischen Atomindustrie ist der RBMK-1000-Reaktor – der «National-Reaktor», eine Eigenentwicklung der UdSSR. Er wird gefeiert und gar besungen. Doch hinter der hochgelobten Fassade gibt es immer wieder Probleme.
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    In Episode 1/3 zu hören:

    - Anna Veronika Wendland, Osteuropa- und Technikhistorikerin. Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung, Marburg.
    - Laurent Coumel. Historiker. Dozent für russische und sowjetische Geschichte. Institut national des langues et civilisations orientales, Paris.
    - Archivmaterial, Recherche und Archive SRF.
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    Recherche, Produktion und Moderation:
    Veronika Meier

    Mitarbeit:
    Team Recherche und Archive (SRF), Anaïs Kien (RTS), Harald Kapp (Technik)
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    Literatur:

    - Coumel, Laurent (2024): 24 heures de la vie à Tchernobyl. Paris, Edition Puf.
    - Wendland, Anna Veronika (2023): Der Tschernobyl-Reaktor RBMK. Eine kerntechnische Verflechtungsgeschichte. In: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, 71, 2023/1, S. 137-165.
    - Wendland, Anna Veronika (2019): Nuclearizing Ukraine – Ukrainizing the Atom. Soviet nuclear technopolitics, crisis, and resilience on the imperial periphery. In: Cahiers du monde russe, 2019/2 Vol.60, S. 335-367.
    - Higginbotham, Adam (2019): Mitternacht in Tschernobyl. Die geheime Geschichte der grössten Atomkatastrophe aller Zeiten. Frankfurt/Main, S. Fischer Verlag.
    - Stscherbak, Jurij (1988): Protokolle einer Katastrophe. Frankfurt/Mail, Athenäum Verlag.
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  • Geschichte

    Die UNO in Genf: Zwischen Menschenrechten und Machtlosigkeit

    2026/03/10 | 34 mins.
    Ein Besuch im UNO-Hauptquartier in Genf zeigt, wie nahe Anspruch und Realität beieinanderliegen: Menschenrechte, Diplomatie und Krisen prägen den Alltag. Trotz Blockaden bleibt die UNO ein unverzichtbarer Ort, an dem die Welt miteinander spricht statt schweigt.

    Wir besuchen die UNO in Genf und erleben, wie Diplomatie, Menschenrechte und Krisen den Alltag im Palais des Nations prägen. Mit SRFKorrespondent Fredy Gsteiger blicken wir hinter die Kulissen einer Organisation, die oft blockiert wirkt – und dennoch unverzichtbar bleibt. Warum die UNO trotz Druck, Konflikten und Vetos eine wichtige Plattform für Dialog ist.
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    Vom Ersten Weltkrieg zu Woodrow Wilsons Vision, vom kleinen Genf zum Sitz einer globalen Organisation: Diese Serie erzählt, wie der Völkerbund entstand, scheiterte – und wie daraus die UNO wurde.
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    In dieser Episode zu hören:
    · Fredy Gsteiger, Korrespondent für internationale Diplomatie bei Radio SRF
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    Recherche, Produktion und Moderation:
    Silvan Zemp
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  • Geschichte

    Die UNO in Genf: Wie die Vereinten Nationen gegründet wurden

    2026/02/24 | 26 mins.
    Mitten im Zweiten Weltkrieg entwickeln US-Präsident Roosevelt und der britische Premier Churchill die Atlantik‑Charta. Das Dokument formuliert erstmals die Vision einer neuen Weltorganisation und wird zum Grundstein der UNO, die 1945 gegründet wird. Wie kam es dazu?

    Im August 1941 treffen sich Franklin D. Roosevelt und Winston Churchill im Geheimen vor Neufundland, um mitten im Zweiten Weltkrieg über die Zukunft nach dem Krieg zu beraten. Aus diesem Treffen entsteht die AtlantikCharta, die erstmals gemeinsame Grundsätze für eine friedlichere Welt festhält und später zum zentralen Fundament der UNO wird.

    In den folgenden Jahren schliessen sich 26 Staaten der Erklärung der Vereinten Nationen an, die direkt auf dieser Charta aufbaut. 1945 verabschieden Delegierte aus 51 Ländern in San Francisco die UNOCharta, die am 24. Oktober in Kraft tritt und die neue Weltorganisation begründet. Gleichzeitig löst sich der Völkerbund 1946 auf, weil er den Frieden nicht sichern konnte, und überträgt seine Aufgaben an die UNO.

    Die UNO erhält mit dem Sicherheitsrat und den Friedenstruppen erstmals Instrumente, um bei Bedrohungen des Friedens verbindlich eingreifen zu können, etwas, das dem Völkerbund fehlte. Als neuer Hauptsitz setzt sich New York durch, während Genf europäisches Zentrum bleibt und weiterhin wichtige multilaterale Aufgaben übernimmt. Die Episode des SRF-Podcasts «Geschichte» zeigt, wie aus dem Scheitern des Völkerbunds eine stärkere Organisation entsteht, die den internationalen Frieden sichern soll und bis heute die Weltpolitik prägt.

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    Vom Ersten Weltkrieg zu Woodrow Wilsons Vision, vom kleinen Genf zum Sitz einer globalen Organisation: Diese Serie erzählt, wie der Völkerbund entstand, scheiterte – und wie daraus die UNO wurde.
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    In dieser Episode zu hören:
    · Pierre-Etienne Bourneuf, wissenschaftlicher Berater des Archivs und der Bibliothek der UNO in Genf
    · Chloé Maurel, Historikerin und Buchautorin
    · Fredy Gsteiger, internationaler Korrespondent Radio SRF

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    Recherche, Produktion und Moderation:
    Silvan Zemp, Anaïs Kien (RTS)
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    Literatur:
    Maurel, Chloé (2015): Histoire des idées des Nations unies. L'ONU en 20 notions, Paris: Éditions L'Harmattan.
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    Links:
    Vereinte Nationen im historischen Lexikon der Schweiz: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026469/2013-01-10/
    RTS-Sendung «Histoire vivante»: Inventer l'ONU: https://www.rts.ch/audio-podcast/2025/audio/onu-les-debuts-2-5-inventer-l-onu-28877591.html

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  • Geschichte

    Die UNO in Genf: Der Krieg ist vorbei, der Völkerbund entsteht

    2026/02/10 | 29 mins.
    Nach dem Ersten Weltkrieg soll der Vertrag von Versailles eine neue Ordnung schaffen. Die Staaten sollen miteinander sprechen, statt sich zu bekämpfen, so die Vision von US-Präsident Woodrow Wilson. So entsteht der Völkerbund und Genf wird zum Sitz der Organisation.

    Doch warum gerade Genf? Die Stadt überzeugte die Delegierten, weil die Stadt dank dem Roten Kreuz bereits als Ort des Dialogs und der humanitären Zusammenarbeit galt und damit symbolisch für Frieden stand. Zudem setzte sich William Rappard in Versailles geschickt dafür ein, Genf als neutralen und gut vernetzten Standort des Völkerbunds zu positionieren. So wurde im November 1920 die erste Versammlung des Völkerbunds abgehalten. Erst 17 Jahre später bekam der Völkerbund mit dem Palais des Nations einen Hauptsitz. Doch der Zweite Weltkrieg lässt den Völkerbund in einen Tiefschlaf sinken. Nach dem Krieg wird er durch die UNO abgelöst.
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    Vom Ersten Weltkrieg zu Woodrow Wilsons Vision, vom kleinen Genf zum Sitz einer globalen Organisation: Diese Serie erzählt, wie der Völkerbund entstand, scheiterte – und wie daraus die UNO wurde.
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    In dieser Episode zu hören:
    · Pierre-Etienne Bourneuf, wissenschaftlicher Berater des Archivs und der Bibliothek der UNO in Genf
    · Jörg Leonhard, Professor für Geschichte an der Universität Freiburg
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    Recherche, Produktion und Moderation:
    Silvan Zemp, Anaïs Kien (RTS)
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    Literatur:
    Kuntz, Joëlle (2011) : Genf. Geschichte einer Ausrichtung auf die Welt. Genf: Republik und Kanton Genf und Editions Zoé.
    Koller, Christian (2020): Vor 100 Jahren - die Schweiz tritt dem Völkerbund bei. In: sozialarchiv.ch. URL: https://www.sozialarchiv.ch/2020/01/15/vor-100-jahren-die-schweiz-tritt-dem-voelkerbund-bei/
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    Links:
    Völkerbund im historischen Lexikon der Schweiz: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026468/2015-04-15/
    William Rappard im historischen Lexikon der Schweiz: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/006538/2012-06-22/
    RTS-Sendung «Histoire vivante»: ONU, les débuts: https://www.rts.ch/audio-podcast/2025/audio/onu-les-debuts-1-5-de-la-societe-des-nations-a-l-onu-28877584.html

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Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei [email protected].
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