Die Schriftstellerin und Literaturagentin Claudia Wuttke soll nach einem
Bericht des »Spiegel« über Jahre hinweg von ihrem Ehemann ohne ihr
Wissen betäubt und vergewaltigt worden sein, auch Videoaufnahmen sollen
die Taten dokumentieren. Die Polizei in Lüneburg habe ihr 67 dieser
Aufnahmen aus einem Zeitraum von 16 Jahren gezeigt, 65 davon gelten
inzwischen als verjährt. Grund dafür ist eine Regel im deutschen
Strafrecht. Vergewaltigung fällt unter Paragraf 177 und verjährt in der
Regel nach fünf Jahren, weil die Höchststrafe dort bei fünf Jahren
Freiheitsentzug liegt. Im aktuellen Fall prüft die Staatsanwaltschaft
nun erneut die Ermittlungen, nachdem Wuttke Beschwerde gegen deren
Einstellungen eingelegt hat. Warum das geltende Recht hier so greift und
welche politischen Folgen der Fall haben könnte, erklärt im Podcast
Livia Sarai Lergenmüller, Redakteurin im Familienressort der ZEIT.
Beim Nato-Außenministertreffen im schwedischen Helsingborg hat
US-Außenminister Marco Rubio Spekulationen zurückgewiesen, wonach die
US-Regierung die Stationierung von US-Truppen als Druckmittel gegenüber
Nato-Verbündeten in Europa einsetze. Die Verlagerung von Truppen sei
»keine Bestrafung, sondern einfach ein fortlaufender Prozess«, sagte
Rubio. Anfang Mai kündigte das US-Verteidigungsministerium den Abzug von
5.000 Soldaten aus Deutschland an, zuvor hatte US-Präsident Donald Trump
mehrere Nato-Verbündete kritisiert. Am Donnerstag kündigte er an, 5.000
zusätzliche Soldaten nach Polen zu entsenden. Peter Dausend, Redakteur
in der Hauptstadtredaktion der ZEIT, ordnet im Podcast ein, welche
Signale von dem Treffen in Helsingborg ausgehen und wie Rubios Aussagen
bei den europäischen Partnern aufgenommen werden.
Außerdem im Update:
Ein Video des israelischen Sicherheitsministers Itamar Ben-Gvir sorgt
international für Kritik. Darin sind gefesselte und kniende
Aktivistinnen und Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte in der Hafenstadt
Aschdod zu sehen, während Ben-Gvir sie verspottet und »Willkommen in
Israel, wir sind hier die Hausherren« ruft. Außenminister Johann
Wadephul bezeichnete das Verhalten als »vollkommen inakzeptabel«, auch
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni äußerte scharfe Kritik.
In Deutschland sind 2025 nur noch 206.600 Wohnungen fertiggestellt
worden – so wenig wie zuletzt 2012. Damit sinkt die Zahl im zweiten Jahr
in Folge deutlich und erreicht einen neuen Tiefstand.
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) sprach von »schlechten Zahlen«,
Hoffnung mache jedoch der deutliche Anstieg der Baugenehmigungen.
Und sonst so? Der Maulwurf als heimlicher Gartenheld
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Helena Schmidt
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Imre Balzer
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter
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Weitere Links zur Folge:
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Schweine«
Nato: Trump ist laut Rubio »sehr enttäuscht« von Bündnispartnern
Nato-Treffen in Schweden: US-Truppenverlegungen laut Marco Rubio »keine
Bestrafung«
Israel: Wadephul nennt Umgang von Ben-Gvir mit Aktivisten »unsäglich«
Wohnungsbau in Deutschland: Zahl fertiggestellter Wohnungen fällt auf
niedrigsten Wert seit 2012
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