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- Ein Prozent der deutschen Bevölkerung reiche aus, um eine politische
Wende im Land herbeizuführen. Das ist der Kerngedanke des rechtsextremen
Vereins »Ein Prozent«. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft den
Verein seit 2023 als gesichert rechtsextremistisch ein. Nach außen
präsentiert sich der Verein als »patriotisches Bürgernetzwerk«,
organisiert Wahlbeobachtungen und publiziert Recherchen und Podcasts.
Zugleich ist er gut in der rechten Szene vernetzt. Sein erklärtes Ziel
ist der Aufbau einer völkischen Gegenkultur, um die kulturelle Hegemonie
im Land zu erobern. Doch woher kommt das Geld für seine
Kampagnen? Christian Fuchs, Autor im Investigativressort der ZEIT, hat
dazu recherchiert. Er erklärt im Podcast, wer hinter den Spenden steckt
und welche Rolle der Verein in der rechten Szene spielt.
Der Einsatz von K.-o.-Tropfen bei Vergewaltigungen und Raubüberfällen
soll künftig härter bestraft werden. Der Bundestag hat einer
Gesetzesverschärfung zugestimmt, nach der die Mindestfreiheitsstrafe von
drei auf fünf Jahre steigt. Dazu werden K.-o.-Tropfen im Strafgesetzbuch
künftig als gefährliche Tatmittel eingestuft – ähnlich wie Waffen.
K.-o.-Tropfen werden von Tätern häufig genutzt, um Frauen für sexuelle
Übergriffe wehrlos zu machen. In der Bundestagsdebatte erinnerten
Abgeordnete aller Fraktionen, die dem Vorschlag zugestimmt hatten, an
den Fall der Französin Gisèle Pelicot. Ihr Mann hatte sie jahrelang
betäubt und von anderen Männern vergewaltigen lassen.
Außerdem im Update:
Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner bekommt weitere Unterstützung
für eine Kandidatur als Bundespräsidentin. Neben der Ehrenvorsitzenden
der Frauen Union, Annette Widmann-Mauz, sprachen sich auch
Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) und
Innenminister Manuel Hagel (CDU) für die CSU-Politikerin aus. Anfang
kommender Woche will die Union über ihre Kandidatin entscheiden. Die
Bundesversammlung wählt am 30. Januar 2027 die Nachfolge von
Frank-Walter Steinmeier.
Und sonst so? Tag der offenen Rechenzentren
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Imre Balzer, Helena Schmidt
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
AfD: Die geheimen Spender der Rechtsextremisten von »Ein Prozent«
“Ein Prozent": Die Wutmacher
Strafjustiz: Bundestag stimmt härteren Strafen für Einsatz von
K.o.-Tropfen zu
Ilse Aigner: Im Hubschrauber fliegen? Sie hat an einem mitgebaut
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - In Israel gestaltet sich die Regierungsbildung wie erwartet mühsam.
Nachdem die Parlamentswahl in der vergangenen Woche keinen klaren Sieger
hervorgebracht hat, ist es nun an Präsident Izchak Herzog, den
aussichtsreichsten Kandidaten mit der Bildung einer Regierung zu
betrauen. Die Likud-Partei von Amtsinhaber Benjamin Netanjahu ist zwar
stärkste Kraft geworden, seine bisherige Koalition hat aber ihre
Mehrheit verloren. Ein Bündnis mit den israelisch-arabischen Parteien,
die bei der Wahl Rekordergebnisse erzielt haben, lehnt Netanjahu ab.
Sein Herausforderer, Ex-Militärchef Gadi Eisenkot, schien zumindest am
Donnerstag die besseren Karten zu haben. Was Amtsinhaber Netanjahu seit
dieser Woche zusätzlich belastet, sind die Ergebnisse der
US-Zwischenwahlen. Von einer »zweiten Niederlage für Netanjahu«
spricht Jan Roß, Politikredakteur und früherer Israelkorrespondent der
ZEIT.
Mehr als fünfeinhalb Millionen Menschen sind in Deutschland
pflegebedürftig, mindestens mit Pflegegrad 1. Diese Zahl wird durch den
demografischen Wandel in den nächsten Jahren weiter stark wachsen. Laut
dem Statistischen Bundesamt werden zukünftig Hunderttausende Fachkräfte
fehlen, besonders stark betroffen ist demnach der ländliche Raum. Mit
ihrer geplanten Pflegereform versucht die Bundesregierung zuerst einmal,
die Beiträge zu stabilisieren und das System vor dem Kollaps zu
bewahren. Was aber könnte helfen, um die Versorgung pflegebedürftiger
Menschen langfristig sicherzustellen? Ein neuer Ansatz wird zurzeit im
bayerischen Landkreis Landsberg am Lech erprobt: Das Konzept
der Quartierpflege setzt auf Nachbarinnen und Nachbarn, die in ihrem
Umfeld bei der Pflege unterstützen. Was macht dieses Konzept so
besonders? Maike Rademaker hat es sich angeschaut und erklärt im
Nachrichtenpodcast, ob sich der Ansatz auch auf andere Regionen
ausweiten ließe.
Und sonst so? Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Imre Balzer
Mitarbeit: Susanne Hehr, Emilia Portwich
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Parlamentswahl in Israel: Netanjahu-Block verfehlt Mehrheit bei Wahl in
Israel
Israel nach der Parlamentswahl: Netanjahu will breite
Koalitionsregierung unter seiner Führung bilden
Gesundheitsreform: Die Sparpläne von Nina Warken
Pflege auf dem Land: Bald pflegt der Nachbar
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Nach dem plötzlichen Tod von Bayerns stellvertretendem
Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger zeigen sich Politiker aus ganz
Deutschland betroffen. Der 55-jährige Bundesvorsitzende der Freien
Wähler wurde am frühen Mittwochabend tot in einem Hotelzimmer in
Berlin-Mitte aufgefunden, Hinweise auf Fremdverschulden gibt es nicht.
Er sei ein »starker Bayer«, ein guter Wirtschaftsminister und ein
warmherziger Mensch gewesen, sagt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder
in einem Statement. Auch in den eigenen Reihen trauert man um »einen
echten Freigeist«. Wie er mit seinem Auftritt als nahbarer
Anti-Establishment-Politiker eine Marktlücke besetzt hat, erklärt Martin
Machowecz, stellvertretender Chefredakteur der ZEIT. Er blickt zurück
auf Aiwangers politisches Erbe.
Wer in Deutschland einen Führerschein machen möchte, muss dafür viel
Geld bezahlen – im Schnitt 3.500 Euro kostet die Fahrerlaubnis
mittlerweile. Das will die Bundesregierung jetzt günstiger machen und
plant dafür ein Reformpaket. Vonseiten der Fahrlehrerverbände kommt
Kritik an den Reformplänen: Diese gingen zulasten der
Verkehrssicherheit. Und es gibt Zweifel, ob der Führerschein dadurch
tatsächlich weniger kostet. Der ADAC hingegen sieht die Reform als
Chance – solange bestimmte Kriterien eingehalten werden. Wie realistisch
es ist, dass der Führerschein günstiger wird, und wie es um die
Sicherheit auf den Straßen steht, erklärt Zacharias Zacharakis aus dem
Wirtschaftsressort der ZEIT.
Und sonst so? Die moralischen Grenzen einer Fernsehshow.
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Imre Balzer
Mitarbeit: Anneke Rietkerken
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Links zur Folge
Hubert Aiwanger: Politiker reagieren schockiert auf den Tod von Hubert
Aiwanger
Hubert Aiwanger: Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger ist tot
Zum Tod von Hubert Aiwanger: Hubert, der Freie
Hubert Aiwanger: Freie Wähler wollen Bundesparteitag nach Tod Aiwangers
verschieben
Tod Hubert Aiwangers: Leichnam Aiwangers wird im Tagesverlauf obduziert
Führerscheinreform: Fahrlehrer warnen vor Risiken durch
Führerscheinreform
Kosten für Führerschein: Führerschein für 1.800 Euro? In Frankreich
normal
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - In Frankreich haben die Gewerkschaften zu landesweiten Streiks und
Demonstrationen aufgerufen. Betroffen sein könnten der Bahn- und
Flugverkehr sowie Schulen und Universitäten. Hintergrund sind steigende
Lebenshaltungskosten, niedrige Löhne und schlechte Bedingungen an
Schulen und Universitäten. Bereits am Wochenende kam es zu
Ausschreitungen mit fast 800 Festnahmen, rund 500 Bränden und mehr als
150 verletzten Sicherheitskräften. Die Chefin der Gewerkschaft CGT,
Sophie Binet, kritisiert Präsident Emmanuel Macron und wirft seiner
Regierung vor, die Gewerkschaften zu schwächen und soziale Probleme zu
verschärfen. Was sich die Demonstranten vom scheidenden Präsidenten
Emmanuel Macron, der keine eigene Mehrheit hat, noch erhoffen können,
ordnet Annika Joeres, Frankreich-Korrespondentin der ZEIT, ein.
Bei den US-Zwischenwahlen 2026 haben die Demokraten die Mehrheit im
Senat und im Repräsentantenhaus gewonnen. Damit können sie
Gesetzesvorhaben der Trump-Regierung blockieren, die Besetzung wichtiger
Ämter beeinflussen und die Arbeit der Regierung stärker kontrollieren.
Aber können sie auch die Wirtschaftspolitik der Trump-Administration
beeinflussen? Und wird der Mehrheitswechsel im Kongress etwas an den
hohen Lebenshaltungskosten in den USA ändern? Das erklärt Heike Buchter,
ZEIT-Korrespondentin in New York.
Und sonst so? Wohnungs-Makeover mit Büchern
Moderation und Produktion: Rita Lauter und Constanze Kainz
Redaktion: Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle
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Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Proteste in Frankreich: »Diese Wut wird sich nicht so leicht wieder
legen«
Proteste in Frankreich: Die Wut schwelt schon so lange
Proteste in Frankreich: Stürmt dieser Junge die Bastille?
Ausschreitungen in Frankreich: Wer plünderte französische Geschäfte?
Proteste in Frankreich: Frankreichs Regierung hält wegen Protesten an
Ausgangssperren fest
Schülerproteste in Frankreich: Hier brennen nicht nur Mülltonnen. Hier
brennt ein System
US-Kongresswahlen: Die Ergebnisse der Midterms 2026 – live
Midterms in den USA: Blaue Begeisterung, rote Ratlosigkeit
Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten: Schluss mit Daddy!
Videokommentar: »Amerika ist größer als Trump«
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Die Demokraten haben bei den Midterms die Mehrheit in beiden Kammern des
US-Kongresses gewonnen. US-Medien sprechen von einem »blauen Tsunami«.
Doch die Außenpolitik wird in den Händen von Donald Trump bleiben.
»Amerika kommt zurück, diesen Fehler gab es schon einmal«, sagt Jörg
Lau, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT. Er erklärt, welche Folgen
der Wahlsieg für Trumps Außenpolitik und das Verhältnis zu Europa hat.
Die Renten sollen 2027 um gut vier Prozent steigen – das würde rund 15,6
Milliarden Euro kosten. Doch ist das gerecht gegenüber den jüngeren
Generationen, die dafür aufkommen müssen? Das analysiert Tina Groll aus
dem Wirtschaftsressort der ZEIT.
Außerdem im Update: Die Eishockey-WM in Deutschland steht auf der Kippe.
Mehrere Länder drohen mit einem Boykott, sollte Russland teilnehmen. Der
Deutsche Eishockey-Bund erwägt, das Turnier abzugeben.
Und sonst so? Der Schrifsteller und Illustrator Janosch ist verstorben.
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
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Weitere Links zur Folge:
US-Kongresswahlen: Die Ergebnisse der Midterms 2026 – live
Liveblog: Midterms
Midterm-Wahlen: Verluste quer durch alle Wählergruppen
Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten: Schluss mit Daddy!
Donald Trump: Ist das der Anfang vom Ende?
Donald Trump und Benjamin Netanjahu: Zwei geschwächte Männer, die jetzt
den Sieg brauchen
Alterssicherung: Renten steigen 2027 voraussichtlich um vier Prozent
Eishockey-WM 2027: Fünf Länder wollen bei Eishockey-WM Partien gegen
Russland verweigern
Schöpfer der »Tigerente«: Schriftsteller und Künstler Janosch ist tot
Janosch: Herr Janosch, was machen Sie denn da?
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