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  • Was jetzt?

    CDU in Sachsen-Anhalt: Und niemand will es gewesen sein

    2026/10/09 | 10 mins.
    Vergangenen Dienstag wurde in Sachsen-Anhalt erstmals ein AfD-Politiker
    zum Landtagspräsidenten gewählt. Der AfD-Politiker Tobias Rausch erhielt
    bei der Wahl 48 Stimmen. Vor der Abstimmung erklärte CDU-Fraktionschef
    Sven Schulze, dass sich Parteimitglieder bei der Abstimmung enthalten
    würden. Doch das Abstimmungsergebnis legt nahe, dass möglicherweise auch
    CDU-Politiker für Rausch gestimmt haben. Recherchen der ZEIT deuten auf
    Absprachen zwischen Vertretern von CDU und AfD hin. ZEIT-Redakteur
    Martin Nejezchleba hat mit sieben CDU-Abgeordneten aus Sachsen-Anhalt
    gesprochen. Im Podcast redet er über die Stimmung in der Fraktion, wie
    es um den Zusammenhalt innerhalb der CDU steht und welche Folgen eine
    Spaltung der Fraktion bedeuten würde.

    Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die südafrikanische
    Juristin Navanethem »Navi« Pillay. Das Norwegische Nobel-Institut in
    Oslo würdigte ihren außergewöhnlichen Mut und ihre Integrität, die den
    Weg zu einer umfassenden globalen Rechtsordnung geebnet hätten. Sie habe
    maßgeblich dazu beigetragen, dass Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die
    Menschlichkeit und Völkermord strafrechtlich verfolgt wurden. Bereits
    während der Apartheid in Südafrika verteidigte die heute 85-Jährige
    politische Gefangene, darunter Nelson Mandela. Zuletzt leitete sie eine
    UN-Untersuchungskommission zum Krieg im Gazastreifen. Andrea Böhm,
    Politikredakteurin der ZEIT, ordnet im Podcast ein, warum es dennoch
    Kontroversen um sie geben könnte.

    Außerdem im Podcast:

    - Die US-Regierung plant, die Hinrichtung des verurteilten Amokläufers
    Nidal Hasan live im Internet zu übertragen. Am 3. Dezember soll er
    durch ein Erschießungskommando des US-Militärs hingerichtet werden. 
    - Mehrere Menschen, darunter Mitglieder der Jüdischen
    Studierendenunion (JSUD) haben den AfD-Politiker Hans-Thomas
    Tillschneider daran gehindert, an einer Gedenkfeier zur Erinnerung
    an das antisemitische Attentat in Halle teilzunehmen.

    Und sonst so? Leipzig erstrahlt wieder zum Lichtfest  

    Moderation und Produktion: Erica Zingher

    Redaktion: Fabian Scheler

    Mitarbeit: Emilia Portwich, Konstantin Hadži-Vuković, Lisa Pausch

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. 

    Weitere Links zur Folge:

    Landtag in Magdeburg: Der erste Tag einer neuen politischen Wirklichkeit

    CDU in Sachsen-Anhalt: Längst kursieren Namen, Motive, Misstrauen und
    Wut

    CDU und AfD in Sachsen-Anhalt: Hinweise auf erste konkrete Absprache
    zwischen CDU und AfD

    Friedensnobelpreis: Südafrikanische Juristin Navanethem Pillay erhält
    Friedensnobelpreis

    USA: UN kritisieren geplanten Livestream von Hinrichtung in den USA

    Antisemitisches Attentat in Halle: Menschenkette verhindert
    Tillschneiders Teilnahme an Gedenkfeier

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  • Was jetzt?

    Wie kontrolliert man einen Geheimdienst?

    2026/10/09 | 13 mins.
    Der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), August
    Hanning, sitzt wegen Spionageverdachts in Untersuchungshaft. Er soll von
    seinem ehemaligen Büroleiter interne BND-Dokumente gegen Bezahlung
    erhalten und für seine private Beratungstätigkeit genutzt haben. Dem
    80-Jährigen werden unter anderem geheimdienstliche Agententätigkeit,
    landesverräterische Ausspähung und versuchter Landesverrat vorgeworfen.
    Das Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestags will die Vorwürfe
    genauer untersuchen und mögliche strukturelle Probleme beim BND
    aufklären. Gleichzeitig plant die Bundesregierung eine Reform, die dem
    Geheimdienst deutlich mehr Befugnisse einräumen soll. Holger Stark
    leitet das Investigativressort der ZEIT. Im Podcast ordnet er ein,
    welche Folgen der mutmaßliche Spionagefall für den BND hat und wie sich
    ähnliche Vorfälle verhindern lassen.

    Seit beinahe einem Jahr gilt im Gazastreifen ein Waffenstillstand. Doch
    die humanitäre Lage bleibt katastrophal. Nach Angaben der Vereinten
    Nationen, die sich auf das palästinensische Gesundheitsministerium
    berufen, wurden seit Beginn der Waffenruhe mehr als 1.400 Palästinenser
    getötet und fast 5.000 verletzt. Hilfsorganisationen berichten weiterhin
    von einem Mangel an Medikamenten, Lebensmitteln und medizinischer
    Versorgung. Millionen Menschen leben auf engstem Raum. Amar Mardini,
    Arzt am Rostocker Universitätsklinikum, ist als medizinischer Helfer für
    die Hilfsorganisation Cadus im Gazastreifen im Einsatz. Im Podcast
    berichtet er, wie sich die Situation in seiner Notaufnahme in Gaza seit
    Beginn des Waffenstillstands verändert hat und wie die Menschen die
    körperlichen und psychischen Folgen des Krieges ertragen.

    Und sonst so? Dating-App gegen Geburtenrückgang

     

    Moderation und Produktion: Elise Landschek

    Redaktion: Helena Schmidt, Constanze Kainz, Rita Lauter

    Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Mathias Peer

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. 

    Weitere Links zur Folge:

    BND-Reform: Mehr Macht für unsere Spione?

    Spionageverdacht: Ehemaliger BND-Chef August Hanning muss in
    Untersuchungshaft

    Gazastreifen: Humanitäre Notlage in Gaza

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  • Was jetzt?

    Ist der Weg für Rot-Grün-Rot in Berlin jetzt frei? (Update)

    2026/10/08 | 11 mins.
    Zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus haben
    Linke, SPD und Grüne laut Medienberichten Sondierungsgespräche
    vereinbart. Bei der Wahl am 20. September war die Linke mit 25,7 Prozent
    mit Abstand stärkste Kraft geworden. Grüne und SPD hatten eine
    Vereinbarung zum Umgang mit Antisemitismus, Rassismus und organisierter
    Kriminalität zur Voraussetzung für weitere Gespräche gemacht. Nun haben
    sich die Parteien auf gemeinsame Regeln verständigt, die bei
    antisemitischen Vorfällen greifen sollen. Damit ist eine zentrale Hürde
    für eine mögliche rot-grün-rote Koalition aus dem Weg geräumt. Fritz
    Zimmermann, Redakteur im Politikressort der ZEIT, erklärt im Podcast,
    worauf sich die drei Parteien geeinigt haben und welche politischen
    Differenzen noch bestehen.

    Die 87-jährige Spanierin María del Carmen Abascal ist gestorben.
    Abascal, die meist Maricarmen genannt wurde, hatte 70 Jahre lang in
    derselben Wohnung in Madrid zur Miete gewohnt. Ende September wurde sie
    nach einem jahrelangen Rechtsstreit auf einer Trage aus ihrer
    zwangsgeräumten Wohnung in Madrid geholt. Ein Investor hatte die
    Immobilie gekauft und den Mietpreis nach Angaben des Mieterverbands um
    275 Prozent auf 2.650 Euro erhöht. Die Zwangsräumung hatte zu
    landesweiten Protesten geführt, Maricarmen stand symbolisch für die
    Wohnungskrise im Land. Nachdem ein Maßnahmenpaket der Regierung gegen
    die Wohnungsnot im Parlament gescheitert war, kündigte Ministerpräsident
    Pedro Sánchez vorgezogene Neuwahlen für den 29. November an. Welche
    Auswirkungen ihr Tod auf die Protestbewegung haben könnte und ob ihre
    Zwangsräumung zu ihrem Tod beigetragen hat, erklärt Julia Macher,
    Spanien-Korrespondentin der ZEIT.

    Der britische Premierminister Andy Burnham ist zu seinem Antrittsbesuch
    bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin. Deutschland und
    Großbritannien wollen bei der Bekämpfung von Cyberangriffen, Sabotage
    und anderen hybriden Bedrohungen enger zusammenarbeiten. Mit dem
    Kensington-Vertrag, einem Freundschaftsvertrag zwischen beiden Ländern,
    wollen sie ihre Beziehung nach dem Brexit auf eine neue Grundlage
    stellen.

     

    Und sonst so? Der Literaturnobelpreis geht an die kanadische Dichterin
    Anne Carson

    Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser

    Redaktion: Helena Schmidt, Constanze Kainz, Rita Lauter

    Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković

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    Weitere Links zur Folge:

    Linke in Berlin: Linke, Grüne und SPD in Berlin einigen sich auf
    Sondierungsgespräche

    Spanien: 87-jährige Spanierin stirbt nach Zwangsräumung in Madrid

    Spanien: Maricarmen – das Symbol der spanischen Wohnungskrise

    Andy Burnham: Deutschland und Großbritannien wollen Cyberabwehr stärken

    Literaturnobelpreis: Anne Carson aus Kanada erhält Literaturnobelpreis,
    die Akademie würdigt das »kühne und einfallsreiche Werk«.

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  • Was jetzt?

    Warum China dieses deutsche Unternehmen nicht kaufen darf

    2026/10/08 | 12 mins.
    Die Bundesregierung hat es der chinesischen Staatsreederei Cosco
    verboten, das deutsche Logistikunternehmen Zippel zu kaufen. Warum die
    Bundesregierung den Kauf des relativ kleinen Unternehmens unterbindet
    und ob sich hier die neue Härte gegenüber China zeigt, das erklärt
    Marlies Uken, Vize-Leiterin des Wirtschaftsressorts der ZEIT.

    Die USA erhöhen den Druck auf den Iran mit wirtschaftlichen Sanktionen.
    Auch die EU-Außenminister haben Anfang des Jahres noch einmal neue
    Sanktionen gegen den Iran beschlossen. Wen aber treffen die Sanktionen
    gegen den Iran tatsächlich? Das analysiert Omid Rezaee für die ZEIT.

    Und sonst so? Was ist höflicher: »Bitte« oder »vielleicht«?  

    Moderation und Produktion: Rita Lauter

    Redaktion: Fabian Scheler

    Mitarbeit: Lena Herrmann und Susanne Hehr

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    Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.

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    Weitere Links:

    EU-Handel mit China: China kritisiert Pläne in der EU für
    Schutzinstrumente im Handel

    Hamburger Hafen: Bund stoppt chinesische Übernahme von Logistikfirma
    Zippel

    Hafenlogistik: »Keine Abkehr von China«

    Chinas Investitionen in Deutschland: Katherina Reiches gefährlicher
    Flirt mit chinesischen Investoren

    Irankrieg: Trump lehnt iranisches Angebot zu Straße von Hormus ab

    Lage im Iran: Der soziale Tod einer Gesellschaft

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  • Was jetzt?

    Nach Sachsen-Anhalt: Kann die SPD der Union noch trauen? (Update)

    2026/10/07 | 11 mins.
    In Sachsen-Anhalt wurde am Dienstag zum ersten Mal in der Geschichte der
    Bundesrepublik ein AfD-Politiker zum Landtagspräsidenten gewählt.
    Möglicherweise auch mit Stimmen aus der CDU. Aus Protest zogen deshalb
    SPD-Politiker am Dienstagabend vom Reichstag durch das Brandenburger Tor
    zum Bebelplatz. Viel Symbolik – aber steckt auch mehr dahinter? Das
    ordnet Michael Schlieben aus dem Politikressort der ZEIT ein.

    Die Berliner Linke, SPD und Grünen haben sich am Mittwoch zu ihrem
    voraussichtlich letzten unverbindlichen Vorgespräch getroffen. Die
    Parteien haben dabei vor möglichen Sondierungen über den Umgang mit
    Antisemitismus und organisierter Kriminalität beraten.

    Außerdem im Update:

    - Der Chemie-Nobelpreis geht an Forscher aus Japan und Frankreich.
    Warum es in der Chemie entscheidend sein kann, ob ein Molekül links-
    oder rechtshändig ist, das erklärt Viola Kiel aus dem Wissensressort
    der ZEIT.

    Und sonst so? Heute vor 20 Jahren wurde die Journalistin Anna
    Politkowskaja in Moskau erschossen.

    Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser

    Redaktion: Fabian Scheler

    Mitarbeit: Lena Herrmann, Emma Möllenbrock

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    Weitere Links:

    SPD-Bundestagsfraktion: Ein Moment mit historischer Wucht – und Boris
    Pistorius erkennt ihn

    Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt: Recht gegen rechts

    AfD in Sachsen-Anhalt: Die Wahrheit, der wir uns stellen müssen

    Spionageverdacht: Ehemaliger BND-Chef August Hanning muss in
    Untersuchungshaft

    Grundlagenforschung: Chemienobelpreis für zwei Katalyse-Forscher

    Journalismus in Russland: Chronisten der Diktatur

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