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  • Was jetzt?

    Abgelehnter Asylantrag? Abschiebung ins Rückkehrzentrum (Update)

    2026/06/02 | 10 mins.
    Die EU-Staaten wollen Asylverfahren und Abschiebungen in sogenannte
    Rückkehrzentren in Drittstaaten auslagern. Das ist Bestandteil einer
    Verschärfung weiterer Asylregeln, auf die sich Vertreter des
    EU-Parlaments und der Regierungen der Mitgliedsländer am Montag nach
    Angaben der zyprischen EU-Ratspräsidentschaft geeinigt haben. Mit der
    Rückführungsverordnung sollen Schutzsuchende, deren Asylanträge
    abgelehnt wurden, in diese Zentren außerhalb der EU geschickt werden,
    zum Beispiel nach Ruanda oder Usbekistan. Menschenrechtsorganisationen
    kritisieren die geplanten Maßnahmen. Wie die Beschlüsse mit der seit
    Langem geplanten Reform des gemeinsamen europäischen Asylsystems
    GEAS zusammenhängen, erklärt ZEIT-Auslandskorrespondent Ulrich Ladurner.

    Péter Magyar, der ungarische Ministerpräsident, hat am Dienstag
    anlässlich seines Amtsantritts Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin
    besucht. Der Ungar ist seit 24 Tagen im Amt, Merz nannte ihn einen
    Hoffnungsträger und seine Präsidentschaft einen »tiefen Einschnitt in
    der Geschichte Ungarns nach dem Ende des Kalten Krieges«. Er traue
    Magyar zu, dass er Ungarn zurück in die Mitte Europas führe. Am Freitag
    hatte die EU die Freigabe von mehr als 16 Milliarden Euro eingefrorener
    Finanzmittel für Ungarn angekündigt. Darüber, was Péter Magyar in seiner
    bisher kurzen Amtszeit bereits erreicht hat, spricht der
    Auslandsredakteur der ZEIT, Alexander Kauschanski.

    Außerdem im Update:

    Touristinnen und Touristen, die den Kölner Dom besuchen wollen, müssen
    von Juli an zwölf Euro Eintritt bezahlen. Das haben die
    Kirchenverantwortlichen mitgeteilt. Das Geld solle die Instandhaltung
    der Kirche sicherstellen. Menschen, die einen Gottesdienst besuchen oder
    für ein persönliches Gebet in den Dom kommen wollen, müssen weiterhin
    keinen Eintritt zahlen.

    Und sonst so? Der Vatikan muss sich neue lateinische Wörter ausdenken.

    Moderation und Produktion: Moses Fendel

    Redaktion: Elise Landschek

    Mitarbeit: Mira Schrems

    Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
    Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

     

    Weitere Links zur Folge:

    EU-Asylsystem: Bringt das die Wende?

    Migration: EU macht Weg für Abschiebezentren in Drittstaaten frei

    Migration in Deutschland: Ist die Migrationskrise wirklich erledigt?

    Wahl in Ungarn: Sie spüren die Zukunft

    Ungarn nach der Wahl: »Ein Systemwechsel, der mit 1989/90 vergleichbar
    ist«

    EU-Gelder: EU gibt eingefrorene 16 Milliarden Euro für Ungarn frei

    Eintrittsgeld für Kirchen: Besuch des Kölner Doms kostet bald zwölf Euro

    Enzyklika »Magnifica Humanitas«: Der Papst gegen die Maschine

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  • Was jetzt?

    Warum die Regierung sich mit der Bafög-Reform so schwertut

    2026/06/02 | 12 mins.
    Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hat am Sonntag gesagt, sie
    rechne nicht mehr mit einer schnellen Reform der Ausbildungsförderung
    Bafög. Diese werde von den Regierungsfraktionen nicht mehr unterstützt,
    die Situation für Studierende in Deutschland sei außerdem sehr
    privilegiert. Union und SPD wollten die staatliche Ausbildungsförderung
    laut Koalitionsvertrag »in einer großen Novelle« modernisieren. Warum
    das über Jahrzehnte bewährte Förderinstrument dringend reformiert werden
    sollte und was sie an der aktuellen Debatte stört, erklärt Anna-Lena
    Scholz, Co-Chefin des Bildungsressorts der ZEIT.

    Erst letzte Woche hat das US-Außenministerium erneut Sanktionen gegen
    mehrere Organisationen, Personen und Schiffe erlassen, die das »Rückgrat
    des illegalen Ölhandels im Iran bilden«. Laut dem US-Finanzministerium
    sollen die Sanktionen »Irans Ölnetzwerk« treffen, das das iranische
    Militär unterstützt. Doch die Sanktionen haben das iranische Regime
    bisher nicht zu Fall gebracht. Vor der Blockade der Straße von Hormus
    konnte es trotz der Sanktionen vor allem nach China große Mengen an
    Rohöl verkaufen. Dafür nutzt der Iran eine sogenannte Schattenflotte,
    die unter anderem in den Gewässern vor Malaysia operiert. Wie das genau
    funktioniert und wie tragfähig dieses Geschäftsmodell unter den
    aktuellen Bedingungen noch ist, erklärt Steffen Richter, Redakteur für
    internationale Politik bei der ZEIT.

    Und sonst so? Spontanes Piano-Solo vor 2.500 Zuschauern

     

    Moderation und Produktion: Moses Fendel

    Redaktion: Jannis Carmesin

    Mitarbeit: Christina Felschen, Mira Schrems

    Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
    Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

     

    Weitere Links zur Folge:

    Studium: Dorothee Bär rechnet mit Aus für Bafög-Reform

    Studium: Forschungsministerium will Bafög-Reform zum Wintersemester
    umsetzen

    Studienfinanzierung: So können Studierende ihr Bafög aufstocken

    Öl aus dem Iran: So trickst der Iran bei seinem Ölgeschäft

    Straße von Hormus: Die mächtigste Waffe des Regimes

    Irankrieg: Chinas Freund ist: China

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  • Was jetzt?

    Israel droht mit neuen Angriffen auf Beirut (Update)

    2026/06/01 | 11 mins.
    Der Besuch der deutschen Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan im
    Libanon ist am Mittwoch »aus militärischen Gründen« abgebrochen
    worden. Hintergrund ist offenbar die Ausweitung der Militäroffensive
    Israels – trotz der seit 17. April vereinbarten Waffenruhe. Ähnelt das
    Vorgehen im Libanon zunehmend dem Krieg in Gaza? Und was sind die
    strategischen Gründe dafür, dass Israel den Konflikt weiter eskaliert?
    Das beantwortet Reporterin Anna-Theresa Bachmann direkt aus Beirut im
    Podcast.

    Neonazi Marla-Svenja Liebich soll aus Tschechien nach Deutschland
    ausgeliefert werden. Das hat ein Gericht in Pilsen heute entschieden.
    Nina Monecke aus dem Politikressort der ZEIT beobachtet den Fall. Was
    würde die Auslieferung für Liebich bedeuten?

    Außerdem im Update: Mit einer halben Billion Sondervermögen möchte die
    Bundesregierung die Infrastruktur in Deutschland modernisieren. Der ZEIT
    liegt ein erster Bericht des Bundesfinanzministeriums über die Umsetzung
    vor. Er zeigt: Das Geld fließt, aber langsamer als geplant.

    Und: Es kommt zur Stichwahl in Kolumbien, weil nach dem ersten Wahlgang
    der Präsidentschaftswahl weder der rechte Abelardo de la Espriella noch
    der linke Iván Cepeda eine Mehrheit erringen konnte. Auch in Äthiopien
    wurde am vergangenen Sonntag gewählt. Ein Sieg des amtierenden
    Ministerpräsidenten Abiy Ahmed gilt als wahrscheinlich.

    Und sonst so? Wie funktioniert Kinderkriegen im Weltall?

     

    Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser

    Redaktion: Jannis Carmesin

    Mitarbeit: Maximilian Renzikowski

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

     

    Weitere Links zur Folge:

    Libanon: Israel nimmt strategisch wichtige Festung im Südlibanon ein

    Südlibanon: Wie weit wird Israel im Libanon gehen?

    Rechtsextremismus: Marla-Svenja Liebich in Tschechien festgenommen

    Marla-Svenja Liebich: Offiziell eine Frau. Eine Behörde will das ändern

    Sondervermögen: Wohin fließt das Geld?

    Präsidentschaftswahl: Kolumbien wählt einen neuen Präsidenten

    Äthiopien: Parlamentswahl in Äthiopien beginnt

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  • Was jetzt?

    Gerüchte über Kanzlerwechsel: Wie angeschlagen ist Friedrich Merz?

    2026/06/01 | 12 mins.
    In der vergangenen Woche haben Spekulationen über einen möglichen
    Kanzlerwechsel für Unruhe in der Union gesorgt. Auslöser waren
    Medienberichte über angebliche Gedankenspiele, Bundeskanzler Friedrich
    Merz durch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Hendrik Wüst zu
    ersetzen. Führende CDU-Politiker wie Unionsfraktionschef Jens Spahn und
    mehrere Ministerpräsidenten der CDU signalisierten daraufhin ihre
    Unterstützung für Friedrich Merz. Doch warum konnten die Spekulationen
    überhaupt entstehen? Das erklärt Mariam Lau, Redakteurin im
    Politikressort der ZEIT. 

    »Ob ich Kuba befreie oder ergreife«, sagte US-Präsident Donald Trump im
    März, »ich kann damit machen, was ich will.« Kuba steckt in einer tiefen
    wirtschaftlichen und humanitären Krise. Gleichzeitig wächst erneut der
    politische Druck aus den USA. Außenminister Marco Rubio spricht von
    einem »gescheiterten Staat« und bezeichnet Kuba als Bedrohung für die
    nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten. Laut Medienberichten
    wurden US-Kriegsschiffe nahe Kuba in Position gebracht, das Pentagon
    soll verschiedene Optionen gegen das Regime prüfen – offiziell bestätigt
    ist das bislang nicht. Alexander Kauschanski, Redakteur im
    Auslandsressort der ZEIT, führt im Podcast aus, warum die
    wirtschaftliche Krise bislang keine Gefahr für Kubas politische Elite
    darstellt. 

     

    Und sonst so? Die «Tracht des Jahres» geht an die Ostersängerinnen aus
    der Lausitz.

     

    Moderation und Produktion: Erica Zingher

    Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Mathias Peer

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]

    Weitere Links zur Folge:

    Debatte über »Kanzlertausch«: Spahn und Länderchefs stellen sich
    demonstrativ hinter Merz

    Kanzlertauschdebatte: Friedrich Merz bewertet Streit um Kanzlertausch
    als »Nebendebatte«

    USA und Kuba: Rubio bezeichnet Kuba als Gefahr für die nationale
    Sicherheit der USA

    Energiekrise in Kuba: »Ohne eine Einigung mit den USA gibt es keinen
    Ausweg«

    Anklage gegen Raúl Castro: Trump will Kubas Widerstand brechen

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  • Was jetzt?

    Präsidentschaftswahl in Kolumbien – Linke Kontinuität oder Rechtsruck?

    2026/05/31 | 12 mins.
    In Kolumbien wählen rund 41 Millionen Menschen einen neuen Präsidenten.
    Die Abstimmung gilt als Richtungsentscheidung über die Zukunft des
    Landes nach der Amtszeit von Gustavo Petro, dem ersten linken
    Präsidenten Kolumbiens, der laut Verfassung nicht erneut kandidieren
    darf. Der Wahlkampf ist stark polarisiert und von anhaltender Gewalt
    durch bewaffnete Gruppen geprägt, die in Teilen des Landes weiterhin
    Einfluss auf Wirtschaft und Sicherheit ausüben. Laut Umfragen läuft es
    auf eine Stichwahl zwischen dem linken Senator Iván Cepeda  und dem
    rechtsgerichteten Anti-Establishment-Kandidaten Abelardo de la Espriella
    aus. Welche Themen bei der Wahl dominieren, ordnet ZEIT-Autorin
    Alexandra Endres ein.

    Incels sind meist heterosexuelle Männer, die keine romantischen oder
    sexuellen Beziehungen haben und sich vom Dating ausgeschlossen fühlen.
    Viele machen dafür ihr Aussehen, soziale Unsicherheit oder mangelnde
    Attraktivität verantwortlich, andere gesellschaftliche Entwicklungen wie
    Feminismus oder Dating-Apps. Manche Incels berichten von Einsamkeit,
    Zurückweisung und sozialer Isolation. In Teilen der Szene finden sich
    zudem frauenfeindliche Einstellungen und die Vorstellung, Männer würden
    systematisch benachteiligt. Wie gefährlich die Incel-Szene ist und
    welche Risiken von ihr ausgehen, erklärt Philipp Daum, Redakteur im
    Ressort X der ZEIT. 

     

    Und sonst so? Besucherin badet im Trevi-Brunnen.

     

    Moderation und Produktion: Azadê Peşmen

    Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

     

    Weitere Links zur Folge: 

    Kolumbien: Koalition von Präsident Petro verfehlt Mehrheit bei
    Parlamentswahl

    Kolumbien: Mindestens 48 Tote bei Kämpfen von Guerillagruppen in
    Kolumbien

    Kolumbien: »Das Parlament ist wie ein riesiger Basar«

    Kolumbien: Mehrere Tote und Verletzte bei Bombenanschlag in Kolumbien

    Golf-Clan: Kolumbien nimmt Gespräche mit Drogenkartell Clan del Golfo
    wieder auf

    Incels: Die Könige der Loser

    Incel-Bewegung: Die Könige der Loser

    Incel-Kultur: Kennt Ihr Sohn Andrew Tate?

    Incel: Unberührt und voller Hass

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