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  • Was jetzt?

    Wer den rechten Verein »Ein Prozent« finanziert (Update)

    2026/11/06 | 8 mins.
    Ein Prozent der deutschen Bevölkerung reiche aus, um eine politische
    Wende im Land herbeizuführen. Das ist der Kerngedanke des rechtsextremen
    Vereins »Ein Prozent«. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft den
    Verein seit 2023 als gesichert rechtsextremistisch ein. Nach außen
    präsentiert sich der Verein als »patriotisches Bürgernetzwerk«,
    organisiert Wahlbeobachtungen und publiziert Recherchen und Podcasts.
    Zugleich ist er gut in der rechten Szene vernetzt. Sein erklärtes Ziel
    ist der Aufbau einer völkischen Gegenkultur, um die kulturelle Hegemonie
    im Land zu erobern. Doch woher kommt das Geld für seine
    Kampagnen? Christian Fuchs, Autor im Investigativressort der ZEIT, hat
    dazu recherchiert. Er erklärt im Podcast, wer hinter den Spenden steckt
    und welche Rolle der Verein in der rechten Szene spielt.

    Der Einsatz von K.-o.-Tropfen bei Vergewaltigungen und Raubüberfällen
    soll künftig härter bestraft werden. Der Bundestag hat einer
    Gesetzesverschärfung zugestimmt, nach der die Mindestfreiheitsstrafe von
    drei auf fünf Jahre steigt. Dazu werden K.-o.-Tropfen im Strafgesetzbuch
    künftig als gefährliche Tatmittel eingestuft – ähnlich wie Waffen.
    K.-o.-Tropfen werden von Tätern häufig genutzt, um Frauen für sexuelle
    Übergriffe wehrlos zu machen. In der Bundestagsdebatte erinnerten
    Abgeordnete aller Fraktionen, die dem Vorschlag zugestimmt hatten, an
    den Fall der Französin Gisèle Pelicot. Ihr Mann hatte sie jahrelang
    betäubt und von anderen Männern vergewaltigen lassen.

    Außerdem im Update:

    Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner bekommt weitere Unterstützung
    für eine Kandidatur als Bundespräsidentin. Neben der Ehrenvorsitzenden
    der Frauen Union, Annette Widmann-Mauz, sprachen sich auch
    Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) und
    Innenminister Manuel Hagel (CDU) für die CSU-Politikerin aus. Anfang
    kommender Woche will die Union über ihre Kandidatin entscheiden. Die
    Bundesversammlung wählt am 30. Januar 2027 die Nachfolge von
    Frank-Walter Steinmeier. 

    Und sonst so? Tag der offenen Rechenzentren

     

    Moderation und Produktion: Erica Zingher

    Redaktion: Imre Balzer, Helena Schmidt

    Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. 

    Weitere Links zur Folge:

    AfD: Die geheimen Spender der Rechtsextremisten von »Ein Prozent«

    “Ein Prozent": Die Wutmacher

    Strafjustiz: Bundestag stimmt härteren Strafen für Einsatz von
    K.o.-Tropfen zu

    Ilse Aigner: Im Hubschrauber fliegen? Sie hat an einem mitgebaut

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  • Was jetzt?

    Warum bei den Midterms auch Netanjahu verloren hat

    2026/11/06 | 12 mins.
    In Israel gestaltet sich die Regierungsbildung wie erwartet mühsam.
    Nachdem die Parlamentswahl in der vergangenen Woche keinen klaren Sieger
    hervorgebracht hat, ist es nun an Präsident Izchak Herzog, den
    aussichtsreichsten Kandidaten mit der Bildung einer Regierung zu
    betrauen. Die Likud-Partei von Amtsinhaber Benjamin Netanjahu ist zwar
    stärkste Kraft geworden, seine bisherige Koalition hat aber ihre
    Mehrheit verloren. Ein Bündnis mit den israelisch-arabischen Parteien,
    die bei der Wahl Rekordergebnisse erzielt haben, lehnt Netanjahu ab.
    Sein Herausforderer, Ex-Militärchef Gadi Eisenkot, schien zumindest am
    Donnerstag die besseren Karten zu haben. Was Amtsinhaber Netanjahu seit
    dieser Woche zusätzlich belastet, sind die Ergebnisse der
    US-Zwischenwahlen. Von einer »zweiten Niederlage für Netanjahu«
    spricht Jan Roß, Politikredakteur und früherer Israelkorrespondent der
    ZEIT.

    Mehr als fünfeinhalb Millionen Menschen sind in Deutschland
    pflegebedürftig, mindestens mit Pflegegrad 1. Diese Zahl wird durch den
    demografischen Wandel in den nächsten Jahren weiter stark wachsen. Laut
    dem Statistischen Bundesamt werden zukünftig Hunderttausende Fachkräfte
    fehlen, besonders stark betroffen ist demnach der ländliche Raum. Mit
    ihrer geplanten Pflegereform versucht die Bundesregierung zuerst einmal,
    die Beiträge zu stabilisieren und das System vor dem Kollaps zu
    bewahren. Was aber könnte helfen, um die Versorgung pflegebedürftiger
    Menschen langfristig sicherzustellen? Ein neuer Ansatz wird zurzeit im
    bayerischen Landkreis Landsberg am Lech erprobt: Das Konzept
    der Quartierpflege setzt auf Nachbarinnen und Nachbarn, die in ihrem
    Umfeld bei der Pflege unterstützen. Was macht dieses Konzept so
    besonders? Maike Rademaker hat es sich angeschaut und erklärt im
    Nachrichtenpodcast, ob sich der Ansatz auch auf andere Regionen
    ausweiten ließe.

    Und sonst so? Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.

    Moderation und Produktion: Moses Fendel

    Redaktion: Imre Balzer

    Mitarbeit: Susanne Hehr, Emilia Portwich

    Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
    Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.

    Weitere Links zur Folge:

    Parlamentswahl in Israel: Netanjahu-Block verfehlt Mehrheit bei Wahl in
    Israel

    Israel nach der Parlamentswahl: Netanjahu will breite
    Koalitionsregierung unter seiner Führung bilden

    Gesundheitsreform: Die Sparpläne von Nina Warken

    Pflege auf dem Land: Bald pflegt der Nachbar

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  • Was jetzt?

    Hubert Aiwanger: Seine Stärke war Nähe (Update)

    2026/11/05 | 11 mins.
    Nach dem plötzlichen Tod von Bayerns stellvertretendem
    Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger zeigen sich Politiker aus ganz
    Deutschland betroffen. Der 55-jährige Bundesvorsitzende der Freien
    Wähler wurde am frühen Mittwochabend tot in einem Hotelzimmer in
    Berlin-Mitte aufgefunden, Hinweise auf Fremdverschulden gibt es nicht.
    Er sei ein »starker Bayer«, ein guter Wirtschaftsminister und ein
    warmherziger Mensch gewesen, sagt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder
    in einem Statement. Auch in den eigenen Reihen trauert man um »einen
    echten Freigeist«. Wie er mit seinem Auftritt als nahbarer
    Anti-Establishment-Politiker eine Marktlücke besetzt hat, erklärt Martin
    Machowecz, stellvertretender Chefredakteur der ZEIT. Er blickt zurück
    auf Aiwangers politisches Erbe. 

    Wer in Deutschland einen Führerschein machen möchte, muss dafür viel
    Geld bezahlen – im Schnitt 3.500 Euro kostet die Fahrerlaubnis
    mittlerweile. Das will die Bundesregierung jetzt günstiger machen und
    plant dafür ein Reformpaket. Vonseiten der Fahrlehrerverbände kommt
    Kritik an den Reformplänen: Diese gingen zulasten der
    Verkehrssicherheit. Und es gibt Zweifel, ob der Führerschein dadurch
    tatsächlich weniger kostet. Der ADAC hingegen sieht die Reform als
    Chance – solange bestimmte Kriterien eingehalten werden. Wie realistisch
    es ist, dass der Führerschein günstiger wird, und wie es um die
    Sicherheit auf den Straßen steht, erklärt Zacharias Zacharakis aus dem
    Wirtschaftsressort der ZEIT.

    Und sonst so? Die moralischen Grenzen einer Fernsehshow.

    Moderation und Produktion: Fabian Scheler

    Redaktion: Imre Balzer

    Mitarbeit: Anneke Rietkerken

    Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
    Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. 

    Links zur Folge

    Hubert Aiwanger: Politiker reagieren schockiert auf den Tod von Hubert
    Aiwanger

    Hubert Aiwanger: Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger ist tot

    Zum Tod von Hubert Aiwanger: Hubert, der Freie

    Hubert Aiwanger: Freie Wähler wollen Bundesparteitag nach Tod Aiwangers
    verschieben

    Tod Hubert Aiwangers: Leichnam Aiwangers wird im Tagesverlauf obduziert

    Führerscheinreform: Fahrlehrer warnen vor Risiken durch
    Führerscheinreform

    Kosten für Führerschein: Führerschein für 1.800 Euro? In Frankreich
    normal

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  • Was jetzt?

    Generalstreik in Frankreich: Liberté, Égalité, Protesté

    2026/11/05 | 12 mins.
    In Frankreich haben die Gewerkschaften zu landesweiten Streiks und
    Demonstrationen aufgerufen. Betroffen sein könnten der Bahn- und
    Flugverkehr sowie Schulen und Universitäten. Hintergrund sind steigende
    Lebenshaltungskosten, niedrige Löhne und schlechte Bedingungen an
    Schulen und Universitäten. Bereits am Wochenende kam es zu
    Ausschreitungen mit fast 800 Festnahmen, rund 500 Bränden und mehr als
    150 verletzten Sicherheitskräften. Die Chefin der Gewerkschaft CGT,
    Sophie Binet, kritisiert Präsident Emmanuel Macron und wirft seiner
    Regierung vor, die Gewerkschaften zu schwächen und soziale Probleme zu
    verschärfen. Was sich die Demonstranten vom scheidenden Präsidenten
    Emmanuel Macron, der keine eigene Mehrheit hat, noch erhoffen können,
    ordnet Annika Joeres, Frankreich-Korrespondentin der ZEIT, ein.

    Bei den US-Zwischenwahlen 2026 haben die Demokraten die Mehrheit im
    Senat und im Repräsentantenhaus gewonnen. Damit können sie
    Gesetzesvorhaben der Trump-Regierung blockieren, die Besetzung wichtiger
    Ämter beeinflussen und die Arbeit der Regierung stärker kontrollieren.
    Aber können sie auch die Wirtschaftspolitik der Trump-Administration
    beeinflussen? Und wird der Mehrheitswechsel im Kongress etwas an den
    hohen Lebenshaltungskosten in den USA ändern? Das erklärt Heike Buchter,
    ZEIT-Korrespondentin in New York.

    Und sonst so? Wohnungs-Makeover mit Büchern

     

    Moderation und Produktion: Rita Lauter und Constanze Kainz

    Redaktion: Philip-Johann Moser

    Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle

    Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
    Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.

     

    Weitere Links zur Folge:

    Proteste in Frankreich: »Diese Wut wird sich nicht so leicht wieder
    legen«

    Proteste in Frankreich: Die Wut schwelt schon so lange

    Proteste in Frankreich: Stürmt dieser Junge die Bastille?

    Ausschreitungen in Frankreich: Wer plünderte französische Geschäfte?

    Proteste in Frankreich: Frankreichs Regierung hält wegen Protesten an
    Ausgangssperren fest

    Schülerproteste in Frankreich: Hier brennen nicht nur Mülltonnen. Hier
    brennt ein System

    US-Kongresswahlen: Die Ergebnisse der Midterms 2026 – live

    Midterms in den USA: Blaue Begeisterung, rote Ratlosigkeit

    Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten: Schluss mit Daddy!

    Videokommentar: »Amerika ist größer als Trump«

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  • Was jetzt?

    Die US-Demokraten jubeln. Der Rest der Welt auch? (Update)

    2026/11/04 | 11 mins.
    Die Demokraten haben bei den Midterms die Mehrheit in beiden Kammern des
    US-Kongresses gewonnen. US-Medien sprechen von einem »blauen Tsunami«.
    Doch die Außenpolitik wird in den Händen von Donald Trump bleiben.
    »Amerika kommt zurück, diesen Fehler gab es schon einmal«, sagt Jörg
    Lau, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT. Er erklärt, welche Folgen
    der Wahlsieg für Trumps Außenpolitik und das Verhältnis zu Europa hat.

    Die Renten sollen 2027 um gut vier Prozent steigen – das würde rund 15,6
    Milliarden Euro kosten. Doch ist das gerecht gegenüber den jüngeren
    Generationen, die dafür aufkommen müssen? Das analysiert Tina Groll aus
    dem Wirtschaftsressort der ZEIT.

    Außerdem im Update: Die Eishockey-WM in Deutschland steht auf der Kippe.
    Mehrere Länder drohen mit einem Boykott, sollte Russland teilnehmen. Der
    Deutsche Eishockey-Bund erwägt, das Turnier abzugeben.

     

    Und sonst so? Der Schrifsteller und Illustrator Janosch ist verstorben.

     

    Moderation und Produktion: Fabian Scheler

    Redaktion: Philip-Johann Moser

    Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković

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    Weitere Links zur Folge:

    US-Kongresswahlen: Die Ergebnisse der Midterms 2026 – live

    Liveblog: Midterms

    Midterm-Wahlen: Verluste quer durch alle Wählergruppen

    Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten: Schluss mit Daddy!

    Donald Trump: Ist das der Anfang vom Ende?

    Donald Trump und Benjamin Netanjahu: Zwei geschwächte Männer, die jetzt
    den Sieg brauchen

    Alterssicherung: Renten steigen 2027 voraussichtlich um vier Prozent

    Eishockey-WM 2027: Fünf Länder wollen bei Eishockey-WM Partien gegen
    Russland verweigern

    Schöpfer der »Tigerente«: Schriftsteller und Künstler Janosch ist tot

    Janosch: Herr Janosch, was machen Sie denn da?

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