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Hätte es keinen Brexit gegeben, wenn Großbritannien den Euro gehabt hätte? Oder: Über die integrierende Kraft von Münzbildern
2026/09/25 | 46 mins.Seit dem 1. Januar 2002 gibt es den Euro als Bargeld. Die Deutschen zahlen damit in Österreich, Italien, Frankreich, Griechenland, Irland und anderen europäischen Ländern. Großbritannien hat nie den Euro eingeführt. Am 23. Juni 2016 fand dort ein EU-Mitgliedschaftsreferendum statt, in dem 51,89 % der Teilnehmenden für den EU-Austritt stimmten. Benita Goodman (Podcast „Brexit on Toast“) und Bernhard Weisser (Münzkabinett, Stiftung Preußischer Kulturbesitz) wagen ein Gedankenspiel: Hätte Großbritannien den Euro zum Januar 2002 eingeführt, hätte der vierzehnjährige Umgang mit diesem europäischen Geld dazu beitragen können, die fehlenden Stimmen für den Verbleib in der EU zu gewinnen? Darüber hinaus diskutieren sie die Identifikationskraft von (Münz-)bildern und vergleichen den Euro mit der Münzprägung im Römischen Reich.
Eine Diskussion beim Salon Sophie Charlotte in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (17.01.2026)
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/salon_sc_2026_brexit_und_muenzen- Thomasius Club mit Sebastian Rödl am 3. Juni 2026
Wir alle verwenden im Alltag Wörter wie: Das ist gut, schlecht, oder sogar böse. Aber was genau meinen wir damit? Ist Lügen schon etwas Böses, oder doch nur etwas Schlechtes? Der Leipziger Philosoph Sebastian Rödl hat ein Buch darüber geschrieben, in dem er meint: Um das Gute verstehen wollen, müssen wir den Unterschied zwischen dem Bösen und dem Schlechten verstehen. Das führt uns hinaus aus dem Kontext des Natürlichen und hinein in den Kontext des spezifisch menschlichen Lebens. Annika Schadewaldt und Christian Lamp fragen beim Autor nach, was das heißt und was das für unsere Idee des Guten bedeutet.
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/thomasius_club_sebastian_roedl_gut_und_boese Hat das transatlantische Bündnis eine Zukunft – sollte es im Sinne Europas eine Zukunft haben?
2026/09/21 | 1h 5 mins.Wenn vom Verhältnis zwischen Europa und den Vereinigten Staaten die Rede ist, fällt fast selbstverständlich ein Begriff: das „transatlantische Bündnis“. Doch was genau bedeutet hier eigentlich „Bündnis“? Der Begriff legt eine Partnerschaft nahe, in der beide Seiten gemeinsame Interessen verfolgen und einander auf Augenhöhe begegnen. Aber beschreibt das die transatlantischen Beziehungen tatsächlich angemessen? Oder haben wir es vielmehr mit einem asymmetrischen, vielleicht sogar hegemonialen Verhältnis zu tun, in dem die Vereinigten Staaten die Führungsmacht darstellen und Europa in wesentlichen Bereichen von ihnen abhängig ist? Und wenn diese Ordnung gegenwärtig ins Wanken gerät: Bedeutet das für Europa vor allem den Verlust von Sicherheit – oder eröffnet sich damit auch die Chance auf größere Souveränität und Eigenständigkeit? Darüber diskutieren Prof. Dr. Charlotte Lerg (LMU München), Martin Kobler (Botschafter der Bundesrepublik a.D.), Francesco Galietti (LUISS/Policy Sonar) und Till van Rahden (Université Montréal).
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/transatlantisches_verhaeltnis_zukunft_europa_podiumsdiskussion- Real Madrid als Klub des Franco-Regimes, der FC Barcelona als Symbol des katalanischen Widerstands: Mit diesem Dualismus wird die Geschichte des spanischen Fußballs häufig erzählt. In dieser Folge von „Zeitlupe“ durchstreifen wir mit dem Historiker Julian Rieck fast 100 Jahre spanischer Fußballgeschichte – vom ersten Clásico 1902 über den Spanischen Bürgerkrieg und die Franco-Diktatur bis zur Transición. Wir widmen uns legendären, aber auch umstrittenen Figuren wie Santiago Bernabéu, Alfredo Di Stéfano und Raimundo Saporta, den politischen Verflechtungen Real Madrids mit dem Franco-Regime und der Frage, welche Rolle der FC Barcelona als vermeintlicher „Widerstandsklub“ im Franquismus tatsächlich spielte. Dabei zeigt sich: Fußball war und ist in Spanien weit mehr als nur Sport.
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_real_barca_und_der_spanische_fussball_unter_franco - Der Kapitalismus ist eine Wirtschafts- und Lebensform, um die sich zahlreiche Mythen ranken. Viele davon entstanden zu bestimmten historischen Zeitpunkten, wurden über Generationen weitergetragen und werden immer wieder neu erzählt: Der Kapitalismus sei etwas ganz Natürliches. Menschen hätten schon immer Privateigentum und Reichtümer angehäuft. Das Streben nach Profit sei dem Menschen gewissermaßen in die Wiege gelegt. Märkte habe es schon immer gegeben. Und der Staat sei seit jeher der große Gegenspieler des Kapitalismus. Doch wie historisch belastbar sind diese Erzählungen? Gemeinsam mit dem Wirtschaftshistoriker Prof. Sven Beckert von der Harvard University gehen wir den historischen Fakten hinter den kapitalistischen Mythen nach.
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_kapitalismus_sven_beckert
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