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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

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  • L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

    Lebendig oder museal? Die deutsche Erinne­rungs­kul­tur im 21. Jahrhundert

    2026/06/01 | 1h 42 mins.
    Zu Gast bei L.I.S.A. mit Per Leo und Janosch Steuwer. Die Kontroversen, die sich an der Erinne­rungs­kul­tur in Deutschland entzünden, reißen nicht ab. Der „Historiker­streit 2.0“, die Debatte um die Gedenk­stätten­kon­zep­tion des Bundes oder Protest­aktionen wie zuletzt „Kufiyas in Buchenwald“ sind nur einige Beispiele. Mit den Histo­ri­kern Dr. Janosch Steuwer (Köln) und Dr. Per Leo (Berlin) blicken wir in der neuen Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ zunächst zurück: Unter welchen Bedin­gun­gen entstand die Erinne­rungs­kul­tur und wie wurde sie zur bestim­men­den Form der Aus­ei­nan­der­­setzung der Deutschen mit dem Holocaust und der national­sozia­lis­ti­schen Gewalt­herr­schaft? Um davon aus­ge­hend zu fragen, wo heute die Grenzen dieses Umgangs mit der Geschichte liegen – insbe­son­dere, wenn der Holocaust-Erinne­rung eine identitäts­stiftende Funk­tion zu­ge­schrie­ben wird. Und inwie­weit können Geschichts­erzählungen heute überhaupt noch kollektive Bindekraft ent­fal­ten?

    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_per_leo_janosch_steuwer
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    Europa im Krieg: Determinanten von Krieg und Frieden

    2026/05/31 | 59 mins.
    Vortrag von Prof. Dr. Andreas Heinemann-Grüder (Bonn) in der Vortragsreihe „Verlieren wir Osteuropa?!“

    Den Erwartungen an eine „Rückkehr nach Europa“ folgten in den letzten Jahren Populismus, Ethno­natio­na­lis­mus, Enttäuschung über die EU, Korruption, teilweise autoritäre Regression und Orientierung an Putin. Welche Konflikte prägen die Gesell­schaften, was beeinflusst den Werte­wandel, wie hängen wirt­schaft­liche Ent­wick­lung und Ein­stel­lungs­muster miteinander zusammen? Schließlich: Was ist an den ost­euro­pä­ischen Entwicklungen „östlich“, welche übergreifenden euro­pä­ischen Trends lassen sich identifizieren? Das Bild ist vielschichtig.

    Andreas Heinemann-Grüder ist Senior Fellow beim CASSIS und außer­plan­mäßiger Professor für Politik­wissen­schaft an der Universität Bonn. Seine Forschungs­schwer­punkte sind Politik und Konflikte im postsowjetischen Raum, vergleichender Föderalismus, das Wiederaufleben des Autoritarismus und gewaltsame politische Krisen mit irregulären bewaffneten Gruppen. Heinemann-Grüder studierte Geschichte, Politik­wissen­schaft und Germanistik an der Freien Universität Berlin und absolvierte ein Postgraduierten­studium an der Lomonossow-Universität in Moskau. Er promovierte 1989 an der Freien Universität Berlin und habilitierte sich 1999 an der Humboldt-Universität. Er ist Mitglied des Beirats der Bundes­regierung für zivile Konflikt­präven­tion und Friedens­för­de­rung.

    Die Veranstaltung fand am 26. März 2026 in der Württembergischen Landes­biblio­thek statt.

    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/europa_im_krieg_determinanten_von_krieg_und_frieden?nav_id=13106
  • L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung

    Hamburger SV – Fußballvereine im Nationalsozialismus (3)

    2026/05/28 | 1h 8 mins.
    Otto „Tull“ Harder und Asbjørn „Assi“ Halvorsen zählten in den 1920er- und 1930er-Jahren zu den großen Legenden des Hamburger SV. Gemeinsam führten sie den Verein 1923 und 1928 zu den ersten Meister­titeln der Vereins­ge­schich­te. Der Norweger Halvorsen galt als einer der ersten auslän­di­schen Stars im deutschen Fußball, während Harder nach Uwe Seeler bis heute der erfolg­reichste Torschütze des HSV ist. Doch mit der Macht­über­nahme der National­sozia­listen trennten sich ihre Wege radikal: Halvorsen verließ Deutschland, Harder wurde KZ-Aufseher. Am Ende des Zweiten Welt­kriegs kreuzten sich die Wege von „Tull“ und „Assi“ 1945 noch einmal – unter völlig veränderten Vorzeichen.

    In dieser Folge von „Zeitlupe“ sprechen wir mit Paula Scholz, Mitarbeiterin der KZ-Gedenk­stätte Neuengamme und Mitglied des „Netz­werks Erinne­rungs­arbeit“, über den Hamburger SV im National­sozia­lis­mus, die Biografien von Harder und Halvorsen sowie die Frage, wie der Verein und die Fan­szene des HSV heute mit diesem dunklen Kapitel der eigenen Geschichte umgehen.

    Die Expertin: Paula Scholz ist wissen­schaft­lich-päda­go­gische Mitarbeiterin in der Abteilung Bildung und Studien­zen­trum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Dort ver­ant­wor­tet sie die Organisation und kon­zep­tio­nel­le Weiter­­ent­wick­lung der Erwachsenen­bildung.

    Die Politologin und Kriminologin begann 2014 als studentische Hilfskraft an der Gedenkstätte und initiierte unter anderem die Sonderausstellung „Hamburger Fußball im National­sozia­lis­mus“. Sie engagiert sich in verschiedenen Kontexten der histo­risch-poli­tischen Bildungs- und Erinnerungs­arbeit, unter ande­rem im „Netzwerk Erinne­rungs­arbeit“ des Hamburger SV. Ihre Master­arbeit widmete sie dem Fußball in der Weimarer Republik.

    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_hamburger_sv_fussball_nationalsozialismus_hsv
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    Hitler übersetzen. Über die Sprache des Faschismus und ihre unheilvolle Wirkmacht

    2026/05/22 | 1h 14 mins.
    Buchvorstellung mit Olivier Mannoni | Bibliothek für Zeitgeschichte

    Zehn Jahre lang übersetzte Mannoni Hitlers „Mein Kampf“ für eine kritisch-wissenschaftliche Edition ins Französische. Das Werk, mit dem Hitler seine antisemitischen Thesen und nationalsozialistische Weltanschauung auf über 700 Seiten in eine für den Normalbürger kaum zugängliche Prosa ergoss und sie dennoch „salonfähig“ machte. Zwölf Millionen Exemplare waren bis 1945 im Umlauf.

    Was macht es mit einem Menschen, sich jahrelang in die Tiefen von Hitlers Sprache zu versenken? Angesichts einer politischen Realität, in der rechtspopulistische Parteien Regierungen stellen, demagogische Reden ein Revival erleben und nationalsozialistisches Vokabular in unseren Alltag zurückkehrt, warnt uns Olivier Mannoni vor der Wirkmacht sprachlich irreführender Überfrachtungen und dem damit einhergehenden suggestiven Kalkül.

    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_sprache_faschismus_mannoni
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    Das Ende der alten politischen Lager

    2026/05/18 | 1h 31 mins.
    Zu Gast bei L.I.S.A. mit Philip Manow. Wieso machen immer mehr Deutsche ihr Kreuz bei der AfD? Warum wählen viele Menschen eine Partei, die – zumindest auf den ersten Blick – gegen ihre eigenen Interessen handelt? Diese Fragen treiben derzeit große Teile der politischen Öffentlichkeit um. Nicht selten wird zur Erklärung auf psychologische Deutungen zurückgegriffen: „falsches Bewusstsein“ lautet dann Befund; für den Politikwissenschaftler Philip Manow eine fatale Psychopathologisierung und Ausdruck einer verkürzten Analyse. In seinem neuen Buch „Spaltungslinien“ entwickelt Manow eine alternative Deutung der gegenwärtigen politischen Umbrüche. Im Zentrum stehen neue Verteilungskonflikte, die das vertraute Koordinatensystem der deutschen und westeuropäischen Politik auf den Kopf stellen. Darüber haben wir mit ihm in einer neuen Ausgabe von „Zu Gast bei L.I.S.A.“ gesprochen.

    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/spaltungslinien_demokratie_philip_manow
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