1924 episodes
- Real Madrid als Klub des Franco-Regimes, der FC Barcelona als Symbol des katalanischen Widerstands: Mit diesem Dualismus wird die Geschichte des spanischen Fußballs häufig erzählt. In dieser Folge von „Zeitlupe“ durchstreifen wir mit dem Historiker Julian Rieck fast 100 Jahre spanischer Fußballgeschichte – vom ersten Clásico 1902 über den Spanischen Bürgerkrieg und die Franco-Diktatur bis zur Transición. Wir widmen uns legendären, aber auch umstrittenen Figuren wie Santiago Bernabéu, Alfredo Di Stéfano und Raimundo Saporta, den politischen Verflechtungen Real Madrids mit dem Franco-Regime und der Frage, welche Rolle der FC Barcelona als vermeintlicher „Widerstandsklub“ im Franquismus tatsächlich spielte. Dabei zeigt sich: Fußball war und ist in Spanien weit mehr als nur Sport.
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zeitlupe_real_barca_und_der_spanische_fussball_unter_franco - Der Kapitalismus ist eine Wirtschafts- und Lebensform, um die sich zahlreiche Mythen ranken. Viele davon entstanden zu bestimmten historischen Zeitpunkten, wurden über Generationen weitergetragen und werden immer wieder neu erzählt: Der Kapitalismus sei etwas ganz Natürliches. Menschen hätten schon immer Privateigentum und Reichtümer angehäuft. Das Streben nach Profit sei dem Menschen gewissermaßen in die Wiege gelegt. Märkte habe es schon immer gegeben. Und der Staat sei seit jeher der große Gegenspieler des Kapitalismus. Doch wie historisch belastbar sind diese Erzählungen? Gemeinsam mit dem Wirtschaftshistoriker Prof. Sven Beckert von der Harvard University gehen wir den historischen Fakten hinter den kapitalistischen Mythen nach.
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/zu_gast_bei_lisa_kapitalismus_sven_beckert - Diplomatie oder Krieg? Eine Frage, die in Europa von 1945 bis 1990 keine wirkliche Frage war, weil sie stets mit Diplomatie beantwortet wurde. Erst mit der Auflösung der Blockkonfrontation kehrte der Krieg nach Europa zurück – zuerst nach Jugoslawien, später in den Kaukasus und nach Georgien und aktuell in die Ukraine und nach Palästina. Hinzu kommen die zahlreichen sogenannten Out-of-area-Einsätze europäischer Staaten und die vielen Kriege an europäischen Grenzen wie in Libyen oder Syrien. Diplomatie zieht dabei oft den Kürzeren und stößt gegenwärtig offenbar an ihre Grenzen. So zumindest scheint es. Aber ist es auch tatsächlich so? Ist Diplomatie nicht mehr das Gebot der Stunde? Oder agiert sie eher still und leise und spielt sich zwar unterhalb des Radars öffentlicher Aufmerksamkeit, aber dennoch mit Erfolg ab? Hat sich historisch etwas grundsätzlich geändert oder ist das Verhältnis aus Diplomatie und Krieg stabiler als es scheint?
Es diskutieren der ehemalige Diplomat der Bundesrepublik Martin Kobler (Botschafter u. a. in Pakistan und UN-Sondergesandter in Libyen), die Politologin Linn Selle (Alfred-von-Oppenheim-Leiterin des Europa-Zentrums der DGAP) und der Militärhistoriker Stig Förster (Universität Bern) mit Moderator Georgios Chatzoudis (Gerda Henkel Stiftung).
Eine Diskussion beim Salon Sophie Charlotte in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (17.01.2026)
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/salon_sc_2026_chancen_und_grenzen_der_diplomatie - Wie antike Vorstellungen von Gerechtigkeit miteinander kollidieren konnten, vermittelt der Konflikt um die Rede des Karneades von Kyrene (214/13-129/128 v.Chr.), der sich im Zuge der philosophischen Gesandtschaft von 155 v.Chr. in Rom aufhielt, und die darauf folgende Reaktion der Verfechter althergebrachter römischer Tugenden, wie Cato dem Älteren (234-149 v.Chr.). In diesem Vortrag beleuchtet PD Dr. Andreas Hartmann antike Gerechtigkeitsdiskurse. Er stellt dar, wie diese auch Philosophen späterer Zeiten noch maßgeblich beeinflussten und warum uns diese antiken Diskurse auch heute noch betreffen.
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/augsburger_historische_ringvorlesung_gerechtigkeit_hartmann - Wer im Fußballstadion war, hat es vielleicht selbst erlebt: Die eigene Mannschaft schießt ein Tor, ekstatischer Jubel, der plötzlich jäh abbricht, weil der Schiedsrichter auf dem Platz sich ans Ohr greift. Denn der VAR, sprich der Videoassistent, hat sich per Funk gemeldet – Verdacht auf eine Abseitsstellung oder ein Handspiel. Das Versprechen bei der Einführung des Videoschiedsrichters war: Eindeutigkeit. Was der Schiedsrichter auf dem Platz übersieht, am Fernseher aber zu sehen ist, wird nun entsprechend korrigiert. Ende der Diskussion. Die Praxis aber sieht anders aus. Die Debatten um Entscheidungen im Stadion sind nicht abgerissen - im Gegenteil. Was wiederum bedeutet das für unsere Erwartung an den Einsatz von Technik und unsere Vorstellungen von Objektivität und Gerechtigkeit? Und: Wird der Fußballsport durch den Einsatz von Technik gerechter? Wir haben diese Fragen der Historikerin Martina Heßler von der Technischen Universität Darmstadt gestellt.
Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/lisa_am_telefon_martina_hessler_fussball_technik
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