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MDR KULTUR Café

Mitteldeutscher Rundfunk
MDR KULTUR Café
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  • MDR KULTUR Café

    MDR KULTUR Café mit Rosalie Thomass

    2026/10/04 | 47 mins.
    Nach großen Rollen in Filmen wie „Grüße aus Fukushima“, „Eine unerhörte Frau“ oder „Die Känguru-Chroniken“ nimmt sie die Geschichten, die sie erzählen will, jetzt selbst in die Hand. Für „Lügen über meine Mutter“ hat sie den Roman von Daniela Dröscher für das Kino adaptiert und sich die Hauptrolle selbst geschrieben. Sie spielt Cornelia, eine Frau, deren Ehemann ihren Körper zum Problem erklärt und damit Macht über sie ausübt. „Es geht nicht darum, dass die Frau mehrgewichtig ist und dem Mann das nicht passt“, sagt Rosalie Thomass. „Es geht darum, dass die Frau existiert und dass dem Mann das nicht passt.“
    Eine Frau, die ihren Platz mit großer Selbstverständlichkeit beansprucht, spielt Rosalie Thomass auch in ihrer neuen Rolle im Franken-„Tatort“. Als Kriminalhauptkommissarin Emmi Rathgeber tritt sie an die Seite von Fabian Hinrichs. Schon bei ihrem ersten Auftritt im Nürnberger Großraumbüro verändern sich die Kräfteverhältnisse. Die Neue wartet nicht ab, bis ihr jemand einen Platz anbietet. Sie nimmt sich den Raum.„Wir profitieren sehr davon, dass wir uns gegenseitig überraschen können und wollen“, sagt Thomass über die Zusammenarbeit mit Hinrichs.
    „Lügen über meine Mutter“ erzählt von Bodyshaming, ungewollter Mutterschaft und finanzieller Abhängigkeit. Themen, die für Rosalie Thomass keineswegs erledigt sind. Sie ist selbst bei einer alleinerziehenden Mutter aufgewachsen: „Strukturell ist das wirklich die komplette Arschkarte. Und daran hat sich gar nichts verbessert.“ Noch immer seien vor allem Mütter benachteiligt. Deshalb müsse auch darüber gesprochen werden dürfen, was Mutterschaft politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich für Frauen bedeutet.
    Gefragt, ob der feministische Kampf inzwischen nicht an vielen Stellen gewonnen sei, verweist sie auf Femizide und Gewalt gegen Frauen. Hinzukommen Schönheitsnormen und Körperbilder der Gegenwart, die Rosalie Thomass als Teil eines Systems versteht, in dem Frauen lernen, mit ihrem Körper unzufrieden zu sein. Dieses Spiel könne keine gewinnen. Andererseits, wenn jemand ihren Körper kommentieren wolle, sei das nicht ihr Problem. „Dafür braucht man einen widerspenstigen Grundcharakter – und den habe ich zum Glück.“
    Eine Sendung von Carsten Tesch
    Redaktion: Gabriele Bischoff
  • MDR KULTUR Café

    MDR KULTUR Café mit Andreas Dresen

    2026/09/27 | 43 mins.
    Andreas Dresen gehört schon seit langem zu den wichtigsten deutschen Regisseuren, Filme wie “Halbe Treppe”, “Wolke 9” oder “Halt auf freier Strecke” haben den genauen Beobachter und einfühlsamen Geschichtenerzähler auch international bekannt gemacht. So unterschiedlich seine Themen und Herangehensweisen auch sind, immer ist seine menschliche Haltung, seine Liebe zu den Figuren erkennbar, der unverwechselbare “Dresen-Touch”. Sein neuer Film “Alte Liebe”, der im Oktober in den deutschen Kinos startet, bestätigt diesen Ruf erneut. Basierend auf dem Roman von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder, gestaltet er warmherzig und humorvoll mit den glänzenden Darstellern Dagmar Manzel und Joachim Król Szenen einer langen Ehe. Für uns ein schöner Anlass, Andreas Dresen wieder in das MDR KULTUR Café einzuladen und mit ihm über die Kunst des Geschichtenerzählens, über das Altern, das Abschiednehmen und über die Kraft einer gereiften Liebe zu sprechen.
    Eine Sendung von Knut Elstermann
    Redaktion: Gabriele Bischoff
  • MDR KULTUR Café

    MDR KULTUR Café mit Laura Laabs

    2026/09/13 | 43 mins.
    Laura Laabs erkundet in diesem komplexen Spielfilm die geschichtlichen Ablagerungen eines Ortes in Mecklenburg, die Spuren der Vergangenheit, die bis in die Gegenwart führen. Die 1985 in Ost-Berlin geborene Tochter der Autoren Joochen Laabs und Daniela Dahn studierte an der Potsdamer Filmuniversität und anschließend als Meisterschülerin bei dem Regisseur Andreas Kleinert. Inzwischen ist ihr erster Roman erschienen, auch "Adlergestell” verweist auf das wache Geschichtsbewusstsein der vielseitigen Künstlerin, die ein genaues Gespür für die Umbrüche und Widersprüche im Osten Deutschlands hat. Im MDR-Kultur-Café spricht sie mit uns über ihre künstlerische Entwicklung, über das Geschenk und die Last einer prominenten Familie, über die Auseinandersetzungen mit der DDR-Vergangenheit und ihr Geschichtsbild.
  • MDR KULTUR Café

    MDR KULTUR Café mit Anja Schneider

    2026/09/06 | 38 mins.
    Ich würde mich als sozial aufmerksamen Menschen betrachten“, sagt Anja Schneider im MDR KULTUR Café. Wenn sie die Wahl hätte, in einem Nobelrestaurant oder auf dem Leipziger Hauptbahnhof Menschen zu beobachten, würde sie sich immer für den Bahnhof entscheiden: „Wer steigt da ein und aus? Wer putzt die Züge? Wer arbeitet beim Friseur.“
    Anja Schneider, Jahrgang 1977, kommt aus Altenburg. Mit Filmen wie „Tschick“, „Lieber Thomas“ oder „Mit der Faust in die Welt schlagen“ ist sie bekannt geworden.
    Als die Mauer fällt, ist Anja Schneider zwölf. Diese Erfahrung der 90-ziger in Altenburg in Thüringen habe sie stark beeinflusst. „Das wirst du niemals rauskriegen aus mir.“ Bis heute fühle sie sich in der Kunstwelt manchmal fremd oder nicht vollständig zugehörig. Obwohl Anja Schneider seit zehn Jahren am Deutschen Theaters in Berlin spielt. Obwohl sie seit Jahren in Kino und Fernsehen etabliert ist.
    In „Blendende Aussichten“, in der fünften Staffel der ARD-Hörspielserie, spielt sie wieder die spontane und optimistische Isa. Die Rolle passe nicht zu der Schublade „authentisch Sozialdrama“, wie sie oft im Film besetzt wird. „Ich komme vom Theater, und nichts ist für mich schöner, als die Leute zum Lachen zu bringen.“
    Mit Carina Wiese, die Steffi spielt, denkt sie inzwischen auch über eine Verfilmung nach. „Carina und ich wollen das vorantreiben.“ Der Stoff passe so gut in die Gegenwart. „Das ist eine Geschichte über zwei Frauen mittleren Alters, die aus Ostdeutschland kommen.“
    Eine Sendung von Carsten Tesch
    Redaktion: Gabriele Bischoff
  • MDR KULTUR Café

    MDR KULTUR Café mit Felicitas Hoppe

    2026/07/05 | 43 mins.
    Reisen sind für die meisten von uns aus Sehnsucht gemacht. Für Felicitas Hoppe sind sie seit Jahrzehnten Arbeit. Darüber nachzudenken, was mit uns geschieht, wenn wir unterwegs sind.Oder warum das Erzählen über Reisen oft genauso wichtig ist wie die Reise selbst. Weshalb gelungene Reisen vom Unvorhergesehenen leben. Und warum nicht zu reisen für sie auch keine Lösung ist. Darüber spricht die Büchner-Preisträgerin im MDR KULTUR Café. Anlass ist ihr aktueller Essay „Reisen“, in dem sie das Unterwegssein nicht als Sammlung schöner Orte versteht, sondern als Rätsel: zwischen Aufbruch und Rückkehr, Zufall und Planung, Erfahrung und Erinnerung.
    Felicitas Hoppe ist seit ihrer Frachtschiffreise um die Welt und ihrem preisgekrönten Weltreise Roman „Pigafetta“ als Schriftstellerin eigentlich ständig unterwegs. Zu Arbeitsaufenthalten, Lesungen und Festivals in aller Welt. Sie versteht sich dabei aber nicht als Reiseschriftstellerin, sondern als eine reisende Schriftstellerin. Außerdem geht es in diesem Café um die Schattenseiten des Tourismus, um Fernweh und Heimweh, um Alleinreisen und die Frage, weshalb manche Reise eigentlich erst dann beginnt, wenn sie längst vorbei ist – nämlich in der Erinnerung und in den Geschichten, die wir darüber erzählen.Ein Gespräch über das Unterwegssein, über Literatur und darüber, warum jede Reise die Sicht auf die Welt – und auf uns selbst – verändern kann.

    Eine Sendung von Carsten Tesch
    Redaktion: Gabriele Bischoff
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Informativ und unterhaltsam zugleich, das ist das MDR KULTUR-Café. In entspannter Atmosphäre erzählen prominente Gäste aus ihrem Leben, gewähren Einblicke in ihre Persönlichkeit und berichten über aktuelle berufliche Projekte.
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