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  • Chinas Kampf gegen die Verwüstung
    Grosse Teile Chinas sind Wüste. Sie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ausgebreitet. Behörden und Bevölkerung bekämpfen das Fortschreiten der Sandmassen; mit unterschiedlichen Methoden und durchaus auch mit Erfolg. Sträucher, Blumen, sogar ein Gemüsegarten –am Rand der Tengger-Wüste ist in Malanhu eine kleine Oase entstanden - wo noch vor zehn Jahren Ödnis war. Die Verwüstung ist ein globales Phänomen, sie macht auch China zu schaffen: knapp ein Viertel der Landesfläche ist Wüste und die Sandmassen breiteten sich über Jahrzehnte hinweg weiter aus. Das hatte auch mit der Abholzung von Wäldern und der Überweidung von ganzen Landstrichen zu tun. Die Behörden versuchten entgegenzuwirken. Sie machten dabei Fehler, so wurden Bäume angepflanzt, die sich für die lokalen Bedingungen nicht eigneten. Nachdem die Bäume die spärlichen Wasserreserven aufgebraucht hatten, starben sie wieder ab - anstatt die Verwüstung aufzuhalten, verstärkte sich diese noch. Doch China hat im Kampf gegen die Sandmassen dazugelernt. Es setzt nun auf genügsamere Pflanzen, die mit viel weniger Wasser auskommen. Im Vorzeigeprojekt Malanhu nisten sogar Vögel und hoppeln Hasen zwischen den Sträuchern. Auch anderswo gelang es mit gezielten Eingriffen, die Verwüstung aufzuhalten. Allerdings, die Herausforderung bleibt gewaltig und der globale Klimawandel stellt Chinas Erfolge im Kampf gegen die Verwüstung wieder in Frage.
    1/29/2022
    27:17
  • «Nur weg von hier» - der Exodus aus Honduras
    Honduras ist eines der ärmsten Länder der Welt. Jedes Jahr verlassen Hunderttausende den zentralamerikanischen Staat Richtung USA. Die Reportage aus Honduras beleuchtet die Gründe für den Exodus: die Armut, die allgegenwärtige Gewalt, Naturkatastrophen oder der korrupte, weitgehend abwesende Staat. US-amerikanische Behörden hielten an der Südgrenze allein im letzten Jahr über 1,9 Millionen Flüchtlinge und Migranten fest – ein neuer Rekord. Besonders viele kommen aus Honduras. Laut offiziellen US-Statistiken rund 20'000 pro Monat. Die meisten stellen an der Grenze einen Asylantrag. Doch die US-Behörden lassen viele umgehend wieder in ihre Heimat zurückschaffen. Das ländliche und weitgehend gebirgige Honduras liegt zwischen Mexiko und dem Panama-Kanal. Es exportiert vor allem landwirtschaftliche Produkte wie Kaffee oder Bananen. Und in sogenannten «Maquilas» fertigen schlechtbezahlte Arbeiterinnen und Arbeiter Textilien für den US-Markt. Die Mehrheit aber arbeitet im sogenannt informellen Sektor - das heisst ohne festen Lohn und ohne Vertrag. Die Situation dieser Leute hat sich in der Pandemie stark verschlechtert. Über siebzig Prozent der Bevölkerung leben in Armut. Neben der Armut ist die Gewalt einer der wichtigsten Gründe für die Flucht Richtung Norden. Wobei die Gewalt nicht nur von kriminellen Banden sondern oft auch von korrupten staatlichen Behörden ausgeht. In den letzten Jahren haben zudem Wirbelstürme schwere Schäden hinterlassen - was noch mehr Leute in die Flucht treibt.
    1/22/2022
    26:04
  • Italiens Milliarden-Chance
    Mit ihrem bislang grössten Wachstumspaket will die EU Europas Volkswirtschaften ankurbeln. Das meiste Geld fliesst nach Italien: Insgesamt 191 Milliarden Euro. Für Italien ist das eine einzigartige Chance. Doch alle wollen teilhaben am Milliardenkuchen. Für Italien ist der Geldsegen aus Brüssel eine riesige Herausforderung und zugleich die einzigartige Chance, alten Übeln endlich den Garaus zu machen: Endlich ist Geld da, um dringend nötige Reformen zu finanzieren. Die Liste der Baustellen im Land ist lang und reicht von städtebaulichen Vorhaben über Eisenbahnnetz und Infrastruktur bis zur Digitalisierung von Verwaltung und Justiz. Damit das Geld dorthin fliesst, wo es am Sinnvollsten eingesetzt werden kann, hat Italien einen Wettbewerb lanciert: Gemeinden, Städte und Regionen sollen innert kürzester Zeit realisierbare Projekte einreichen. Die vielversprechendsten darunter erhalten dann von der Regierung in Rom einen Teil des Geldes. Doch die politische Unsicherheit im Land, Jahrzehnte der Misswirtschaft und das Wirtschaftsgefälle zwischen Nord- und Süd-Italien drohen die Chance zunichte zu machen: Im wirtschaftlich schwachen Süden, dort, wo Investitionen am Dringendsten nötig wären, fehlen jetzt etwa die nötigen Fachkräfte, um Projekte ausarbeiten zu können, die überhaupt wettbewerbsfähig sind. Und: ein Teil der Milliarden aus Brüssel ist nur ausgeliehen. Steigen die Schuldzinsen, wächst Italien Schuldenlast weiter. So kommt es zu einem Wettlauf gegen die Zeit.
    1/15/2022
    27:39
  • Illegalität und Ausbeutung: Pflegende aus Osteuropa wehren sich
    Im Westen, auch in der Schweiz, lassen sich alte Menschen von Polinnen zu tiefen Löhnen pflegen. In Polen wiederum springen Ukrainerinnen in die Bresche: Unter prekären Bedingungen pflegen sie alte Polinnen und Polen. Die Frauen aus dem Osten wollen sich nicht länger ausnutzen lassen. Über Vermittlungsagenturen kann man sie «bestellen»: Osteuropäerinnen, die im Westen alte Menschen zu Hause pflegen. Sie verdienen wenig, arbeiten fast rund um die Uhr. Das zeigt auch der Fall einer Polin, die in einem Dorf bei Bern eine alte Frau pflegt: Sie muss darum kämpfen, dass ihr die zahlreichen Überstunden bezahlt werden. Sie wird geplagt vom Heimweh und sorgt sich um Mutter und Grossmutter, die sie in Polen zurücklassen musste. Die Polinnen, die im Westen pflegen, können ihrer Familie in Polen zwar ein besseres Leben finanzieren. Aber sie können nicht ihre eigenen Eltern und Grosseltern pflegen – in einem Land, in dem sich der Staat wenig um die Alten kümmert, in dem die Pflege als Privatsache gilt. In die Bresche springen Ukrainerinnen. Obwohl die Pflege in Polen ohne sie zusammenbrechen würde, arbeiten sie in der Illegalität, zu sehr niedrigen Löhnen. Die Frauen sind Demütigungen und Misshandlungen ausgesetzt. Jede fünfte Ukrainerin und jeder fünfte Ukrainer lebt im Ausland. In ärmlichen Dörfen wir Oriv ist das Geld, das die Frauen in Polen verdienen, bitter nötig. Die eigenen Eltern müssen sie sich selbst überlassen: In der Ukraine kümmert sich häufig niemand um die alten Menschen. Viele Osteuropäerinnen haben Angst, sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Doch einige wollen sich nicht mehr ausnützen lassen. Die Frauen, Ukrainerinnen und Polinnen, haben angefangen, sich zu wehren. In dieser Sendung, in der wir von der Schweiz über Polen bis in die Ukraine reisen, kommen fast ausschliesslich diese kämpferischen Frauen zu Wort.
    1/8/2022
    27:43
  • Best of International: Indigene in Kanada - Trauma ohne Ende
    Die «Residential Schools» haben in Kanada ganze Generationen von indigenen Kindern traumatisiert. Tausende haben die Internate, die von den Kirchen geführt wurden, nicht überlebt. Die Folgen für die «First Nations» sind gravierend. Der Schock war gross, als im vergangenen Jahr in Kanada viele hunderte Kindergräber entdeckt wurden, rund um ehemalige «Residential Schools». Die Funde zwangen Kanada dazu, sich einmal mehr einem düsteren Kapitel der Vergangenheit zu stellen. Rund 150'000 indigene Kinder mussten die Internate besuchen. Sie stammten aus allen indigenen Volksgruppen: First Nations, Métis und Inuit. Die Schulen waren eigentliche Umerziehungslager, mit dem Ziel «den Indianer im Kind zu töten». An den Schulen waren körperliche und psychische Gewalt an der Tagesordnung, ebenso sexueller Missbrauch. Die meisten Schulen wurden von der katholischen Kirche betrieben. Bei den Überlebenden der Schulen blieb ein schweres Trauma zurück, das wie ein Schatten über den abgelegenen Reservaten der First Nations liegt. Dort leben die Indigenen unter teils prekären Bedingungen: in zu kleinen Häusern, ohne sauberes Trinkwasser, mit schlechter Gesundheitsversorgung. Suizide, gerade unter Jugendlichen, sind weit verbreitet. Und das Unrecht der Residential Schools lebt in anderer Form weiter: Überdurchschnittlich häufig nimmt der Staat indigene Kinder den Eltern weg. Jugendliche, die in den Reservaten leben, sind benachteiligt: Wer eine High School besuchen will, muss die abgelegene, kleine First Nation verlassen, um in einer fremden Stadt wie Thunder Bay eine Schule zu besuchen. Dort sind die indigenen Teenager intensivem Rassismus ausgesetzt und laufen Gefahr, Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden. Die Reportage aus der kanadischen Provinz Ontario zeigt, wie das Trauma der Residential Schools nachwirkt und wie weit Kanadas Weg zur «Reconciliation», zur Versöhnung mit den Indigenen noch ist. Erstausstrahlung: 30. Oktober 2021
    12/31/2021
    28:14

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