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- Die Geschichte des Populismus. Mit: Ruth Wodak, Sprachsoziologin und Diskursforscherin. Host: David Winkler-Ebner.
In der hohen Politik fliegen die Hackln tief. Nicht nur im US-Wahlkampf, der gerade zu Ende geht, auch in Europa verdrängen Hassbotschaften die Inhalte - oder werden zu den Inhalten. Ein neues Phänomen?
Die Wurzeln des Populismus reichen bis in die griechische und römische Antike zurück. Den einen Populismus gibt es nicht. Viel eher existieren verschiedene Populismen, die mit Begriffen wie Rechts- und Linkspopulismus, Autoritarismus und "illiberale Demokratie" beschrieben werden.
Ruth Wodaks diskurshistorischer Ansatz richtet den Blick auf die Mikropolitik des Rechtspopulismus, der in einer "Politik mit der Angst" die zahlreichen Krisen einer globalisierten Welt instrumentalisiert, um Ressentiments zu schüren und sich selbst als Rettung zu stilisieren. Aber die soziopolitischen Gegebenheiten ändern sich fortlaufend, und mit ihnen das Phänomen des Populismus. - Wie ein medizinischer Beruf entstand. Mit: Herwig Czech vom Institut Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizin der Universität Wien. Host: Andreas Wolf. Sendung vom: 27.-30.10.2026.
Einige der ersten Chirurgen im Mittelalter und der frühen Neuzeit waren im Hauptberuf eigentlich Scharfrichter. Ein Grund dafür war, dass Henker durch ihre praktischen Erfahrungen mit dem menschlichen Körper über anatomische Kenntnisse verfügten. Bei Hinrichtungen und Folterungen mussten sie den Körper genau kennen, denn die Ihre Kunst bestand darin Opfer möglichst lange zu quälen, ohne dass sie das Bewusstsein verloren. Bei Folterungen wurden zum Teil auch chirurgischen Instrumenten ähnliche Werkzeuge verwendet. So entstand der Beruf des "Handwerkschirurgen", von dem sich die "gelehrte Ärzteschaft" abgrenzte - die wiederum hielt sich zum direkten Kontakt mit dem menschlichen Körper eher auf Distanz. Erst mit der zunehmenden Professionalisierung der Medizin lösten sich die Ressentiments langsam auf. - Mit: Joel Selvin, Musikjournalist. Gestaltung: Sabine Nikolay und Xaver Forthuber. Sendung vom: 19.-23.10.2026.
Am 25. Oktober 1991 starb der Konzertpromoter und Musikmanager Bill Graham im Alter von 60 Jahren bei einem Hubschrauberabsturz. Wolfgang Wolodja Grajonca wurde am 8. Jänner 1931 in Berlin geboren und floh als Zehnjähriger vor den Nazis in die USA, wo er sich als Waisenkind ein neues Leben aufbaute und zu einer der wichtigsten Wegbereiter der Rockmusik wurde. In seinen Konzertsälen Fillmore East in San Francisco und Fillmore West in New York traten die Stars der Sechziger- und Siebzigerjahre auf - von den Allman Brothers über Carlos Santana, Janis Joplin und The Grateful Dead bis zu Frank Zappa. In den 80er Jahren veranstaltete er große Benefizkonzerte. Der Musikjournalist und Autor Joel Selvin, jahrzehntelang Musikkritiker bei der Zeitung "San Francisco Chronicle", hat Bill Graham über den größten Teil seiner Karriere hinweg begleitet. - Mit: Bert Hoffmann, Politikwissenschafter am GIGA German Institute of Global and Area Studies und Professor an der Freien Universität Berlin. Host: Barbara Volfing. Sendung vom: 12.-16.10.2026.
US-Präsident Donald Trump hat mehrfach erklärt, er wolle – und könne - sich Kuba einfach "nehmen". Da ist er nicht der erste, aber er hat ein langes, schwieriges Verhältnis, das gerade dabei war sich zu entspannen, wieder eskaliert. Das koloniale Erbe, die Revolution und das Streben nach einem eigenen politischen Weg prägen die einzigartige Geschichte Kubas ebenso wie die daraus entstandenen, internationalen Verflechtungen - bis heute. Bert Hoffmann zeichnet diese Geschichte im Spiegel der aktuellen Krise des Landes nach und zeigt auf, wo die Vergangenheit ihre Spuren hinterlassen hat. - Anton Prokesch von Osten, Diplomat und Forscher. Mit: Karl Peitler, Philologe und Chefkurator der Münzensammlung des Universalmuseums Joanneum in Graz. Host: Barbara Volfing. Sendung vom: 5.-9.10.2026.
Von seinen Bewunderern wurde er für ein Genie gehalten, von seinen Feinden dagegen für einen Lügner und Heuchler. 1795 in Graz ein bürgerliches Milieu geboren, führte ihn sein Lebensweg bis in den Grafenstand - und zu den höchsten und schwierigsten diplomatischen Posten, die im Österreich des 19. Jahrhunderts zu vergeben waren. Dazu machte er sich einen Namen als Forscher, war Ehrenmitglied der Griechischen philologischen Gesellschaft in Konstantinopel und wurde in die Wiener und Berliner Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Wer war diese schillernde Persönlichkeit der österreichischen Geschichte, und wie prägte er Europas Bild vom "Orient"?
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About Ö1 Betrifft: Geschichte
Der History-Podcast des ORF - immer auf der Suche nach den Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart. Von Neuentdeckungen im Heimatmuseum bis zur Neudefinition globaler Zusammenhänge. Mal in Afrika, mal in der Arktis. Von der Steinaxt bis zur Spielkonsole. Historiker:innen und Zeitzeug:innen erzählen Geschichte - und wir zeichnen die akustischen Bilder dazu.
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